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Museum : Uwe Beitz und „eine Art Vermächtnis“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Museumsleiter Dr. Uwe Beitz zeigt in der aktuellen Ausstellung einen Querschnitt seiner Sammeltätigkeit.

Eckernförde | Unter dem umfassenden Titel „Sammeln – Bewahren – Forschen – Vermitteln“ eröffnete Museumsleiter Dr. Uwe Beitz am Sonnabend die gleichnamige Ausstellung im Museum Eckernförde. In gut drei Monaten wird dieses Museum eine neue Leitung bekommen, die dritte erst in 40 Jahren des Bestehens. Nach 25 Jahren seiner Tätigkeit möchte Uwe Beitz dann sein Amt an seine Nachfolgerin übergeben. Am Sonnabend gab es eine gute Gelegenheit, „die Neue“ kennenzulernen: Dr. Dorothee Bieske war bei der jüngsten Eröffnung zugegen.

So wurde sie auch Zeugin eines Rückblicks, den der bisherige Museumsleiter hielt. Auf die selbstgestellte Frage, was ein Museum sei und welche Aufgabe es erfüllen solle, zitierte er den internationalen Museumsverband: „Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“

Der Sammelauftrag des Museums geht auf einen Beschluss der Eckernförder Ratsversammlung von 1961 zurück. So solle das (Heimat-) Museum die Erinnerung an die Vergangenheit wach halten, an die Verdienste angesehener Bürger erinnern und regionale Besonderheiten dokumentieren.

Dr. Uwe Beitz verfolgte den aktiven Ausbau der Sammlung mit gezielten Ankäufen, dem Einholen von Dauerleihgaben. der Annahme von Schenkungen und Stiftungen. So haben zum Beispiel auf dem Gebiet der bildenden Kunst Arbeiten von Carl Bössenroth, Max Streckenbach, Hans Friedrich und Johann Friedrich Theodor Baasch, Friedrich Thöming oder Carl Rudolf Fiebig Aufnahme in den Fundus des Museums gefunden.

Eine besondere Herausforderung seien für ihn und Ralf Peter Schröder als Restaurator die Neuzugangskonvolute gewesen, so zum Beispiel jeweils der Nachlass von Andreas Reuther, Arthur Götting, Martin Hatzinger und nicht zuletzt von Prof. Dr. Jens Meier.

Alles gut geordnet und katalogisiert für die Nachwelt zu bewahren, das ist eine große Aufgabe, ein lohnendes Ziel. Hier sei überdies eine – den modernen Anforderungen angepasste – Aufbewahrung notwendig, ein Archiv, in dem man nach Materialien wie Holz, Metall, Papier, Textil trennen und Gesammeltes so besser handhaben könne. In der aktuellen Ausstellung zeigt das Museum einen Querschnitt aus den Hauptsammlungsbereichen des Hauses. Dazu gehören Gemälde und Grafiken des 19. und 20. Jahrhunderts, Objekte aus der Nachkriegszeit, Gebrauchsporzellan, Fototechnik, Wilhelm Lehmann, Studio Capricornus...

Wenn man als Besucher einen Blick zurück in die Welt der Vergangenheit wirft, wird einen der Anblick der roten Mütze von Jens Meier vermutlich besonders berühren. Nun in der Glasvitrine – trug er sie nicht grade noch im Domstag?

Uwe Beitz versteht die aktuelle Ausstellung als „eine Art Vermächtnis“, das auch weiterhin „dem Museum ein glaubwürdiges Gesicht geben“ kann.

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