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Kegelclub : „Ut de Pus“: Nach 40 Jahren ist Schluss

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ascheffeler Kegelclub beendet nach 40 Jahren seinen Sport. Gemeinschaft stand stets an erster Stelle

Eine spontane Idee hatten vor 40 Jahren 22 Menschen aus Ascheffel und Hütten: Sie gründeten den Kegelclub „Ut de Pus“. Karin und Willi Schmidt, Heinke und Otto Rathmann, Gitti und Herbert Baehr, Inge und Ernst-Heinrich Rehbehn, Helga und Rudolf Suhr, Helga und Willi Kühl, Ilse und Horst-Werner Staack, Gretchen und Karl-Heinz Mahrt, Wilma und Günther Petersen sowie Erika und Hans Clausen waren damals die Gründungsmitglieder. Getroffen haben sie sich zum ersten Mal in der gerade neu gebauten Olympiahalle in Damp. Initiator des Treffens war Hans Clausen, der damals als Bauleiter im Ostseebad arbeitete. Und so durften sie schon vor der offiziellen Eröffnung ein paar Kegel zum Umfallen bringen. „Das war Neuland für uns alle“, berichtet Clausen. Wer wollte, durfte mitmachen. „Wir wollten etwas zusammen unternehmen, und das bot sich an.“

Seine erste Spielstätte fand der junge Club dann aber in der Muusfall in Norby. Hier trafen sie sich einige Jahre und zogen dann nach Götheby in den Lindenhof, später nach Fellhorst ins damalige Sporthotel. Seit über 15 Jahren werden nun schon in der Gaststätte Zur Linde in Alt Duvenstedt die Kugeln geworfen.

An die offiziellen Kegelregeln hielten sie sich dabei aber nicht immer. Dafür hatten sie ihre eigenen: Wer einen Pudel warf, die Kugel also von der Bahn abkam, musste 10 Pfennig, später 10 Cent, in die Kegelkasse geben. Hatte jemand alle Neune geworfen, wurden von jedem 50 Cent eingezogen. Das Fehlen bei einem der Treffen kostete 2,50 Euro pro Person. „Der eine kegelt besser als der andere. Das ist nun mal so“, sagt Clausen. Die Leistung war aber auch nicht das Entscheidende. Die Gemeinschaft aber schon.

Wenn die Kegelkasse gut gefüllt war, ging es auf Tour. In Paris, am Kellersee, in Rüdesheim, im Harz, in Höxter sowie auf Föhr und Pellworm waren die Kegelclubmitglieder schon. An Himmelfahrt standen gemeinsame Fahrradtouren durch die Region an. Seit das Fahren mit dem Drahtesel für einige aus der Gruppe zu anstrengend ist, treffen sie sich zum Spargelessen. Auch nach den gemeinsamen Kegelabenden wird im Anschluss gemeinsam gegessen.

Von den 22 Gründungsmitgliedern gehören noch elf zum Kegelclub. Am Sonntag traf die Gruppe sich zum letzten Mal. Nur noch wenige von ihnen würden kegeln, berichtete Clausen. „Das lohnt nicht mehr. Wir haben immer gesagt: Die 40 Jahre machen wir voll, dann steigen wir aus.“ Auch wenn schon ein bisschen Wehmut dabei sei, sei nun der richtige Zeitpunkt, um einen Schlussstrich zu ziehen.

Der Kegelclub hört auf, die gute Gemeinschaft soll erhalten bleiben: Zum Essen wollen sich die Kegelclubmitglieder weiterhin treffen.

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