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Ostseeresort Damp : Urlaubsquartiere im neuen Stil

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Erste neue Ferienhäuser stehen / Nurdachhäuser fast zur Hälfte modernisiert / Fertigstellung Mitte Oktober

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 07:27 Uhr

Damp | Im Ferienhausgebiet Damp wird kräftig gebaut. Überall zieht Farbe ein. "Wir liegen voll im Zeitplan", sagt Ralf Germer, Geschäftsführer der Damp Touristik GmbH. Für einen zweistelligen Millionenbetrag revitalisiert der Gesundheitskonzern Helios als Eigentümer das Ferienhausgebiet. Dazu wurden 154 so genannte Gartenhäuser abgerissen, an deren Stelle 71 neue Ferienhäuser errichtet werden. Zusätzlich werden 131 Nurdachhäuser und Blockhäuser modernisiert.

"Wir sind mit dem Baufortschritt und den Arbeiten sehr zufrieden", sagt Germer. So wurde Ende Februar das letzte Gebäude abgerissen. Seitdem wird neu gebaut. Schon im letzten Drittel des März wurden die ersten Betonbodenplatten für die neuen zweigeschossigen Ferienhäuser gegossen. Bei den ersten drei Gebäuden sind schon die Maler da gewesen und Bäder wurden eingebaut, sagt Germer. Inzwischen arbeiten die Firmen unter Leitung des Hauptauftragnehmers Kurt Buck an Gebäuden in vielen verschiedenen Baustadien.

Entworfen, gestaltet und eingerichtet werden die Gebäude nach Konzepten, die vor allem Thorben Mangold und seine Mitarbeiterin Anja Lerke sowie Bau-Projektleiter Jens Mysch und Touristik-Geschäftsführer Germer erarbeiteten. Äußeres Merkmal der in Holzständerbauweise errichteten und mit Holz verkleideten Gebäude sind ihre Farben. Diese entsprechen denen des neuen Farbkonzeptes des Ostsee Ressorts Damp. Und so erstrahlen die Gebäude in rot, gelb, grün und blau. Die Einrichtung greift die Hausfarben auf. Gebaut nach modernsten Standards verfügen die Gebäude über offene Kamine und auch über Solaranlagen auf den Dächern. Zielmarke für die Fertigstellung ist Mitte Oktober, sagt Germer, der zuversichtlich ist. Verzögerungen durch den langen Winter gab es nicht.

Bis Mitte Oktober sollen auch die 131 alten Ferienhäuser modernisiert sein. 53 sind bereits fertig und wieder in der Vermietung. "Die Urlauber waren sehr zufrieden", sagt Germer. Um zu wissen, was in den alten über 30 Jahre alten Nurdachhäusern gemacht werden muss, um die Qualität und das Angebot attraktiver zu gestalten, war Germer im Frühjahr des Vorjahres für einen Monat in eines eingezogen. "Ich wollte selbst erleben, was nötig ist zu verbessern", sagt er. Und so werden in allen Gebäuden die Badezimmer komplett erneuert, von der Fliese, über die Möbel bis hin zur Heizung, die jetzt als Infrarot-Heizung an der Decke hängend schnelle Wärme liefert. Ausgetauscht wurden in allen Häusern die Teppiche. Sie wurden durch hochwertige Auslegware in Fliesenoptik ersetzt. "Das war eine Frage der Hygiene", sagt Germer. Ausgetauscht wurden in allen Gebäuden die Fernseher, jetzt gibt es große Flachbildschirme, neue Lampen wurden installiert, sämtliche Sofas und Matratzen in den Betten wurden erneuert und auch alle Vorhänge wurden mit Verdunkelungsfunktion erneuert. Darüber hinaus wurde bei jeden Haus nach Bedarf ausgetauscht und repariert.

Von außen erhielten die Gebäude auch die bereits bekannten Farben, um auch hier das neue Design aufzugreifen. Zusätzlich wurden die Fassaden gereinigt, zu nah am Gebäude stehende Bäume oder Sträucher entfernt, um Feuchtigkeitsprobleme zu beheben. Auch die Hecken an den Wegen wurden gerodet. Mit 17 000 Buchen-, Hainbuchen- und Blutbuchenpflanzen sollen ab Herbst neue Hecken angelegt werden.

Die sanierten Gebäude, die nicht über den Winter vermietet werden, sollen fünf Jahre in der Nutzung bleiben. Dann werde geschaut, wie sich die Nachfrage entwickelt hat, so Germer. Wenn es keinen Bedarf mehr gebe, dann würden statt dessen vermutlich neue Ferienhäuser gebaut. Gibt es aber genug Liebhaber der Retro-Häuser, dann müsse man überlegen, ob man ein paar oder alle erhält. In diese müsste dann aber erneut investiert werden, um vor allem energetisch etwas zu machen. "Das ist jetzt ein Testlauf."

Neben den sichtbaren Arbeiten auf dem Gelände laufen auch die Planungen für die Modernisierung mehrerer Etagen im Ostseehotel. Auch dort hatte sich der Geschäftsführer vier Wochen einquartiert, um am eigenen Leib zu erfahren, was verbessert werden muss. Entscheidungen dazu stünden aber noch aus, so Germer. Priorität haben die Neubauten und die Nurdachhäuser.

Im Rahmen der Festwoche zum 40-jährigen Bestehen des Tourismusstandorts Damp vom 24. Mai bis 2. Juni, können ein renoviertes Ferienhaus und ein im Retro-Look hergerichtetes besichtigt werden.

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