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eine attraktion : Urlauber lieben die Fischräucherei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

3700 Gäste besuchten im vergangenen Jahr die ehemalige Fischräucherei Hopp. Werner Pötzsch wurde am Donnerstagabend auf der Jahreshauptversammlung in seinem Amt bestätigt.

Über Mangel an Arbeit kann der Verein Alte Fischräucherei wahrlich nicht klagen. Die Aufgaben der Organisation werden auch im achten Jahren seit ihrer Gründung nicht weniger. Gilt es doch, die Gebäude der ehemaligen Fischräucherei Hopp weiterhin zu sanieren und den kulturellen Auftrag wahrzunehmen, ein wichtiges Stück Eckernförder Geschichte der Öffentlichkeit zu präsentieren und für die Nachwelt zu erhalten. „Ohne diese aktiven Mitglieder kann der Verein diese Aufgaben alle nicht bewältigen“, bekräftigte die Vorsitzende des Vereins, Katharina Mahrt, auf der Jahreshauptversammlung in dem ehemaligen Kontorraum der Räucherei.

176 Frauen und Männer engagieren sich in dem Verein – Tendenz steigend. Die ehemalige Räucherei Hopp zwischen der Gudewerdtstraße und dem Jungfernstieg hat sich in den vergangenen sieben Jahren zu einer der wichtigsten touristischen Attraktionen des Ostseebads entwickelt – das belegen die steigenden Besucherzahlen. 3700 Gäste besuchten 2015 die Räucherei bei 13 Veranstaltungen und bei den 43 Räuchersonnabenden. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder betreuten 23 Gruppenführungen, darunter auch Besucher aus Kanada.

Die alte Fischräucherei und Stine & Fiete gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Allein 67 Führungen gehen auf das Konto der beiden Stadtführer Christel Fries und Werner Pötzsch. 1800 Euro nahmen die beiden für den Verein Alte Fischräucherei ein. An Spenden und Eintritten nahm der Verein im vergangenen Jahr 46  500 Euro ein. Nur auf den ersten Blick höre sich die Summe gewaltig an, erklärte die Vorsitzende in ihrem Jahresbericht. Dieser Summe stünden 56  500 Euro entgegen, die für Restaurierungsarbeiten und Baumaterial ausgegeben worden seien.

Und es wurde viel in 2015 gebaut. So wurde die Hofmauer gereinigt, verschlämmt und bekam einen Dachziegelabschluss. Unerlässlich für ein Wohlfühlambiente in der Sommersaison ist der Garten der Räucherei – er wurde gepflastert, Beete wurden angelegt. Die Wohnung im Obergeschoss wurde saniert, die Rauchschürze im Bereich des Nagelbodens wurde hergestellt. Erst vor wenigen Wochen wurde die Treppe zum Nagelboden errichtet. „Im Nagelboden haben die Nageljungs früher die Kisten für die Sprotten zusammengezimmert“, erklärte die Schriftführerin Christel Fries. Der Verein hofft, noch in diesem Jahr seine Instandsetzung zu beenden. In Zukunft soll dort ein Teil der Museumspädagogik angeboten werden. Deren Ausweitung auf einen weiteren Raum ist notwendig, denn die Alte Fischräucherei ist seit 2015 auf der Karte für außerschulische Lernorte der Landestourismusorganisation verzeichnet. Zwei Schulklassen haben bereits ihren Besuch angesagt.

Finanziell steht der Verein gut da. Dem Kassenbericht 2015 wurde einstimmig von den über 40 anwesenden Mitgliedern zugestimmt. Für 2016 sieht der Haushaltsplan an Einnahmen und Ausgaben 105  339,54 Euro vor. Schatzmeister Hans-Martin Garbotz wies darauf hin, dass allein in der Gebäudeinstandsetzung Investitionen in Höhe von 79  588 Euro geplant sind. Die Kosten für die Unterhaltung (Stadtwerke, AWR, Gebäudeversicherung etc.) belaufen sich auf rund 7300 Euro. Fast nebenbei erledigten die Mitglieder die anstehenden Wahlen. Werner Pötzsch wurde in seinem Amt als 2. Vorsitzender bestätigt, genauso wie die Kassenprüfer Anja Ketelsen und Heidrun Isolt.

Am Ostersonnabend, 26. März, eröffnet der Verein offiziell die diesjährige Saison. Von 11 bis 16 Uhr werden drei Rauchgänge gezeigt, im Anschluss erwarten die Besucher Kaffee und Kuchen – vielleicht schon im neuen Garten.


> Verein Alte Fischräucherei Eckernförde, Gudewerdtstraße 71, Information unter www.alte-fischraeucherei.de

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erstellt am 19.Mär.2016 | 05:15 Uhr

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