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Berliner im Norden : Urlaub für immer in den Hüttener Bergen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Familie Schulze-Ehrenfeld aus Berlin verbringt seit 40 Jahren ihren Sommerurlaub in Ascheffel.

Ascheffel | Jedes Jahr, wenn die langen Schulferien beginnen, weiß Heinke Rathmann: Die Rehses kommen. Was mittlerweile zum geflügelten Wort zwischen der Ferienwohnungsbetreiberin und ihren Gästen aus Berlin geworden ist, baut auf einer langen Tradition. In der mittlerweile dritten Generation verbringt die Familie nun schon Jahr für Jahr ihren Sommerurlaub in Ascheffel. Spitzenreiter ist mit 40 Jahren Susanne Schulze-Ehrenfeld. In diesem Jahr feierte nicht nur sie, sondern auch Heinke Rathmann, wieder ein rundes Jubiläum – gewissermaßen die Rubinhochzeit mit dem Wahlurlaubsort.

Gemeinsam mit ihren Eltern Helmut und Lilian Rehse war die Berlinerin 1964 zum ersten Mal in Ascheffel. Wenige Jahre später, im Jahr 1969, machte die Familie eine Erkundungstour, erinnert sich Susanne Schulze-Ehrenfeld: „Meine Eltern sind damals beim Spazierengehen mal um die Ecke gebogen und waren sofort fasziniert von dem wehenden Getreidefeld vor Familie Rathmanns Haus, der Blick war einmalig.“ Vater Rehse klingelte sogleich, und Heinke Rathmann öffnete die Haustür: „Damals hatten wir nur zwei Zimmer. Erst danach haben wir erweitert und angebaut.“ So waren die Rehses 1972 zum ersten Mal bei Familie Rathmann zu Gast. Sie sei mit den zwei Kindern der Rathmanns und denen der Nachbarn aufgewachsen, sagt Susanne Schulze-Ehrenfeld. „Es war wie eine zweite Heimat für uns. Es war so schön, das Grundstück hatte alles, was man als Kind brauchte.“ Und auch die Entwicklung Eckernfördes wie den Ausbau der Promenade am Hafen und den der Fußgängerzone habe sie miterlebt.

Gemeinsam mit ihrem Mann Burkhard, der in diesem Jahr sein 27. Jubiläum feiert, genieße Susanne Schulze-Ehrenfeld ganz besonders die Abendstunden bei Heinke Rathmann. „Man hat hier einen herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang.“ Und auch die nächste Generation habe von der idyllischen Atmosphäre in Ascheffel bei Familie Rathmann profitiert: „Als damals unsere Töchter Constanze und Carolin mitkamen, hatten Rathmanns schon einen richtigen Kinderbereich mit einer großen Buddelkiste, einem kleinen Spielplatz und einer kleinen Rutsche ausgebaut. Außerdem gab es richtige Spielenachmittage. Mit den Nachbarskindern waren hier neun Kinder auf dem Hof, die alles in Beschlag genommen haben“, lacht Susanne Schulze-Ehrenfeld. In der Stadt wären solche Partys gar nicht möglich gewesen, ist sich die 55-Jährige sicher.

Tochter Carolin war mit neun Monaten zum ersten Mal mit dabei. Und auch in diesem Jahr stattete die 21-Jährige ihren Eltern und Heinke Rathmann für ein paar Tage einen Besuch in Ascheffel ab, zum mittlerweile 21. Mal. „Ich versuche, immer ein Mal im Jahr hier zu sein, egal wie lang oder wie kurz.“ Sie genieße die Zeit bei Familie Rathmann und erinnere sich gern an die Urlaubstage ihrer Kindheit zurück: „Am schönsten war das Lagerfeuer am Abend, wenn es Stockbrot gab.“ Aber auch die regelmäßigen Ausflüge ins Eckernförder Wellenbad seien immer sehr schön gewesen. „Aber die schönsten Tage waren die, wenn die Eltern weg waren und wir uns absetzen konnten.“ Ihre Bachelorarbeit schreibt die BWL-Studentin derzeit über den demografischen Wandel in Eckernförde.

Das Gesamtpaket stimmte einfach immer bei Rathmanns, sagt Susanne Schulze-Ehrenfeld: „Die Abgeschiedenheit, die Gastfreundschaft. Wir lieben das Plattdeutsche. Berliner und Norddeutsche passen gut zusammen.“ Mittlerweile kennen sie hier jede Ecke. Ausflüge zum Aschberg, nach Bad Segeberg zu den Karl-May-Spielen, zum Heidberg und Rammsee gehören seit Jahren zum Urlaubsprogramm der Berliner. Auch die kommenden Sommer werden sie bei Heinke Rathmann in Ascheffel verbringen, verspricht Susanne Schulze-Ehrenfeld, gemeinsam mit ihr am Abend den Sonnenuntergang und das wehende Getreidefeld betrachten 


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erstellt am 09.Sep.2015 | 06:09 Uhr

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