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Aufregerthema : Ungewissheit belastet Brandbekämpfer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde prüft Zukunftsmodell der beiden Ortswehren

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 06:27 Uhr

Aufregung bei der Feuerwehr Rathmannsdorf/Felmerholz: Die Ankündigung anlässlich der Haushaltsberatungen für 2014, dass keine Mittel für eine Erneuerung des Feuerwehrgerätehauses in Felmerholz in den Haushalt 2014 eingestellt werden, aber auch keine Mittel für ein Bauvorhaben am Feuerwehrgerätehaus in Felm zur Unterbringung beider Ortswehren, löste Unmut in der Ortswehr aus. Zahlreiche Feuerwehrkameraden erschienen am Dienstag zur Gemeindevertretersitzung in Felmerholz.

Im Raum stand die Befürchtung der Ortswehr, ihr Gerätehaus zu verlieren und ihr Fahrzeug im Gerätehaus in Felm unterbringen zu müssen sowie die noch größere Sorge vor einer Zusammenlegung beider Ortswehren in Felm, eine in der Gemeindevertretung seit Jahren immer wieder andiskutierte Alternative. In Felmerholz geht man davon aus, dass eine Wehr in Felm im Einsatzfall nicht alle Ortsteile der Gemeinde in der vorgeschrieben Zeit erreichen kann. „Was passiert dann, wenn Alarm ist“, wandte sich Gerd Ludwig von der Feuerwehr Rathmannsdorf/Felmerholz aufgebracht an die Gemeindevertretung. „Wie sollen wir nach Felm kommen. Mit dem Fahrrad? Es sind keine Parkplätze dort. Wenn das so kommt, ist diese Wehr am Ende“, prophezeite er. „Dann sind 34 Leute weg.“

Die Gemeindevertretung behielt sich weiterhin vor, alle Möglichkeiten zu prüfen. „Daran hat sich nichts geändert“, betonte der Finanzausschussvorsitzende Holger Hackauf (CDU). „Wir wissen ja noch gar nicht, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Wir haben lediglich die Verpflichtung, als Gemeindevertreter alles zu prüfen, bevor wir Geld ausgeben. Wir wollen eine Lösung finden, die allen gerecht wird. Wir können nicht Geld ausgeben und unser Schuldenberg wächst und wächst.“

Heino Schadwald (SPD) regte an, prüfen zu lassen, ob es überhaupt rechtlich zulässig wäre, einen Ausrückplatz wegfallen zu lassen. Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) erinnerte nach der Sitzung daran, dass die Feuerwehrunfallkasse der Gemeinde drei Jahre Zeit gegeben hätte, um eine Lösung zu finden. Der Umbau des Gerätehauses in Felmerholz nach den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse würde die Gemeinde geschätzt 250 000 Euro kosten.

Auch darüber, dass die veranschlagten 75 000 Euro für eine Sanierung der Hunnenbergtrasse aus dem Haushalt wieder herausgenommen wurden, herrschte Unmut. „Die Löcher müssen zugemacht werden“, forderte Norbert Begemann aus Felmerholz. Es sei dort sehr gefährlich, besonders für Radfahrer. Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) sagte zu, die Verkehrssicherheit gewährleisten zu müssen. Die Sanierung der Straße bleibe höchste Priorität von CDU und SPD, versicherte er. „Wir müssen sehen, was baurechtlich und finanziell möglich ist.“ Das Thema soll erneut im Bauausschuss aufgegriffen werden.

Dem Haushalt 2014 mit einem Jahresüberschuss von 13 600 Euro wurde zugestimmt. Ihre Schulden von derzeit fast 900 000 Euro will die Gemeinde durch Tilgung zum Ende 2014 auf rund 750 000 Euro reduzieren. Der Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft wurde auf Antrag, wie im Finanzausschuss beraten, als symbolische Geste ein Zuschuss in Höhe von 500 Euro für die Erneuerung des Kirchenfußbodens mit Gesamtkosten von 55 000 Euro gewährt. Den Wahlen von Norbert Begemann zum neuen Wehrführer der Ortswehr Rathmannsdorf/Felmerholz und Max Hackauf zum stellvertretenden Wehrführer der Ortswehr Felm stimmte die Gemeindevertretung zu. Bürgermeister Friedrich Suhr ernannte und vereidigte beide und verabschiedete ihre Vorgänger Steffan Mumm und Rolf Jobst mit Dank und Präsenten.

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