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Neues Dach für die Kreuzkirche : Undicht und morsch – jetzt wird saniert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Arbeiten an der Fleckebyer Kreuzkirche haben begonnen / Orgel und Heizungsanlage werden zeitweise nicht genutzt werden können

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Fleckeby | Als Claudia Reuschlein vom Frauenchor dem zweiten Vorsitzenden des Fördervereins der Kirchengemeinde Kosel den Scheck über 1600 Euro überreichte, war die Kreuzkirche bereits für die Sanierung eingerüstet. Schließlich wollen die Handwerker keine Zeit verlieren, um das Dach der Kirche bis Jahresende zu erneuern. Die Finanzierung steht – dank öffentlicher Zuschüsse und Spenden.

Rund 200  000 Euro wird die Dacherneuerung samt Austausch der Heizungsanlage kosten. „Nach dem Pastorat in Kosel war die Fleckebyer Kirche unsere nächste große Herausforderung“, sagte Heinz Meggers. Der Bauausschussvorsitzende des Kirchengemeinderates betonte gestern bei der ersten Baubesprechung, dass der Verein trotz Konzentration auf die Pastoratssanierung Fleckeby nicht aus denn Augen verloren hat. So wurde im vergangenen Jahr die Orgel für rund 12  000 Euro wieder flott gemacht.

Das marode Dach der Kirche wird komplett erneuert. Wie Architekt Filip Fröhler aus Windeby erläuterte, muss das wasserführende Unterdach mit einer so genannten nageldichten Unterdeckbahn ausgeführt werden. Darunter befindet sich eine Lärchenholzschalung in 28 Millimeter Stärke. Oberhalb der Dachdichtungsbahn wird eine Schiefereindeckung aufgebracht. Außerdem werde eine Dämmung miteingebaut. Alle Baumaßnahmen seien mit dem Landeskirchenamt, dem Landesamt für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz abgesprochen, betonte Fröhler. Die Firmen, Dachdeckerei Poppner aus Kappeln, Zimmerei Lutz aus Loose sowie die Schwedenecker Maurerfirma Gruchow, werden vor Ort sein. In den vergangenen Jahren wurde bereits der Baumbewuchs an der Kreuzkirche zurückgeschnitten. „Die Dachfläche war immer voller Laub“, berichtet Meggers. „Bald kann die Kirche wieder durchatmen“, sagt Fröhler.

Außerdem erhält die Kirche eine neue Heizungsanlage. Die 25 Jahre alte Ölheizung hat ausgedient und wird durch eine Gasbrennwerttherme ersetzt. In Eigenleistung will der Förderverein die Gasleitung vom Louisenlunder Weg zum Gebäude verlegen. Das spare noch einmal Geld, machte Heinz Meggers deutlich.

Doch für die Runderneuerung ihrer Kirche muss sich die Gemeinde auch in Verzicht üben. „Die Orgel wird während der Dachsanierung nicht bespielbar sein und sicher eingepackt“, sagte Architekt Fröhler. Außerdem werde die Kirche mehrere Wochen nicht beheizt werden können. Ein mobiles Stagepiano stehe schon auf der Wunschliste, sagte Pastorin Susanna Kschamer. „Jetzt muss es wohl schon früher angeschafft werden“. Auch die Zeit ohne Heizung werde man überstehen. Gegebenenfalls müsste man nach Kosel ausweichen. Die Gottesdienste zu Weihnachten seien aber nicht gefährdet.  

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