Stadtteilwettkampf : Und wieder gewinnt Borby

Nicht zimperlich geht es beim 'Lanzenreiten' zu, am Ende scheitert es immer an der Balance.
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Nicht zimperlich geht es beim "Lanzenreiten" zu, am Ende scheitert es immer an der Balance.

Die Borbyer Mannschaft holt sich die Goldene Sprotte beim Stadtteilwettkampf und führt jetzt mit 7:5 gegen Eckernförde

shz.de von
13. Juli 2015, 06:13 Uhr

Was wären die Sprottentage ohne den Stadtteilwettkampf, bei dem, nicht ganz ernst genommen, die Streitfrage, wer zu erst da war, Eckernförde oder Borby, wieder an Bedeutung gewinnt. So traten zum diesjährigen zwölften Wettstreit zwischen den beiden Uferparteien die Mannschaften erneut gegeneinander an, um ganz im Stil von „Spiel ohne Grenzen“ die goldene Eckernförder Sprotte für sich zu gewinnen.

Waren in der Vergangenheit auch schon mal „Frunslüt“ mit von der Partie, ist es inzwischen wieder eine reine Männersache, die Marc Pfeil, Mirco Heide, Marcel Nielsen und Reiner Berber für Eckernförde und Andreas Butzke, Heinz Rieke, Sergio Mercuri und „Hubi“ für die Borbyer Seite gegeneinander Antreten ließen.

Von zahlreichen Zuschauern auf der Holzbrücke, anliegenden Yachten und an beiden Ufern bei den feuchtfröhlichen Disziplinen beobachtet, lieferten sich die Kontrahenten Eckernförde und Borby mit „Kaperfahrt“, es gilt drei Fahnen möglichst schnell auf ein Floß zu bringen, „Lanzenreiten“ als Ritterturnier auf dem Wasser, „Hol über“, Seilziehen mittels Boot, „Seiltanz“, möglichst viel Schritte auf einer Slackline, und „Leuchtturm“, als Stapeldisziplin mit Schwimmringen, Duelle, die jedes Mal für die Beteiligten im Wasser endeten – bei den aktuellen Wassertemperaturen, deutlich unter 20 Grad und nur für die Zuschauer angenehm. Wie es ausging, kann jeder an der Holzbrücke mitverfolgen, wo sich an jeweiliger Uferseite, der Schmach oder Sieg, als Ergebnis für ein Jahr ablesen lässt. Inzwischen kein Geheimnis mehr, fehlten den Eckernfördern zwei Schritte beim Seiltanz zum Sieg, so dass auf Borbyer Seite wie schon vor einem Jahr erneut Jubel herrschte.

„Nach der Rolle vorwärts den Kopf in den Nacken und Arme zum Stabilisieren auseinander“, wies Fallschirmspringer Andreas Butzke jene Interessenten beim Bodenbriefing an, die den „Sprung aus den Wolken“ bei 3200 Meter Höhe aus dem Hubschrauber wagen wollten. Mit dabei auch Marc Alexander, der den
Sprung von seinen Eltern als vorzeitiges Geburtsgeschenk spendiert bekam. „Ich war zwar leicht aufgeregt, aber es machte mir nichts aus, mich einfach aus dem Heli fallen zulassen“, gestand der Zwanzigjährige aus Eckernförde, der während des freien Falls Adrenalin pur erlebte. „Gelenkt wird im freien Fall wie beim Fahrradfahren, Arme nach links, der Körper folgt nach links und umgekehrt“, die Ansage aus der Einweisung zuvor konnte er bei 200 Stundenkilometern schnellen Fall auch ausprobieren und im anschließenden Gleitflug mit den Steuerleinen in der Hand, den Schirm lenken. „Ein tolles Erlebnis, das leider viel zu schnell vorbei war“, so sein Bedauern, nachdem er gelandet war. Was die Erinnerung nicht speichern konnte, kann er jedoch später auf einem DVD Mitschnitt im Anschluss zu Hause sehen. 

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