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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 10:57 Uhr

Und Weihnachten kann kommen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Weihnachtskonzert der Band „Godewind“ hat in Eckernförde Kultcharakter / Musikalische Träume in der Stadthalle von weißen Weihnachten

von
erstellt am 19.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Sphärenklänge und eine in blaues Licht getauchte Bühne stimmten das Publikum am Donnerstagabend in der gut besuchten Stadthalle auf einen besinnlich-musikalischen Abend ein. Auch das Ehepaar Kirsten und Meinhard Marxen aus Nübbel, bereits seit vielen Jahren Fans der norddeutschen Musikgruppe „Godewind“, freute sich auf das Live-Konzert in Eckernförde und berichtete: „Wir haben die Tickets von unserer Tochter geschenkt bekommen und fast alle Godewind-CDs zu Hause“. Die neue Weihnachts-CD „Frohe Weihnacht“ gab es vor Ort zu kaufen.

Zu Konzertbeginn startete Sängerin Anja Bublitz sofort mit einem der neuen Titel „Wiehnacht hölt uns tosamen“ und fand einen Übergang zum nächsten Stück, welches rückblickend auf das vorübergegangene Jahr schaute. Nach dem ersten Applaus begrüßte Bandmitglied und Schlagzeuger Heiko Reese auf Plattdeutsch die Fans und Gäste und fasste kurz das Programm des Abends zusammen, welches sowohl Godewind-Klassiker als auch einiges von der neuen CD beinhalten würde. Gerd Jürgen „Shanger“ Ohl, der vor 36 Jahren mit drei weiteren Mitstreitern die Band gründete, begeisterte mit seinem „Stern der Sterne“. Es folgten mit „Endlich wieder Wiehnacht“ jetzige Töne, die sofort das Eckernförder Publikum zum Mitklatschen bewegten.

Natürlich kam im Laufe des Konzerts das Thema „Wetter“ zur Sprache, denn von weißen Weihnachten sei man leider doch weit entfernt, so die Band. Der Text und die glasklare Stimme von Anja Bublitz ließen jeden bei „Öwer’n Schnee“ zumindest davon träumen. Bassgitarrist Sven Zimmermann, Leiter und Mitbegründer der Rock- und Pop-Schulen in Rostock und Kiel, versetzte dann mit seiner Jazz-Stimme alle in eine melancholische Stimmung, und man konnte den Frost und das Eis, wovon sein Stück „Winternebel“ handelte, förmlich spüren.

Dann wurde es mit Anja Bublitz „Zeit der Wunder“ und einem Titel über ihr Lieblingslied „White Christmas“ wieder weihnachtlich und mit dem Nikolaus-Lied „Alle Jahre wieder“ deutlich stimmungsvoller. Die auf Plattdeutsch vorgetragene und witzige Texteinlage von Heiko Reese über Schneefall und –chaos entließ das Publikum belustigt in die Pause.

Die Bandmitglieder, die in dieser Besetzung seit sechs Jahren auftreten, standen nun unserer Zeitung für ein kurzes Interview zur Verfügung und Shanger Ohl erzählte, wie die Band zu ihrem Namen kam: „Ich wollte eine positive Grundstimmung bei der Namensgebung erreichen, und was eignete sich besser als dieser alte Seefahrergruß, womit sich die Seemänner einfach nur „Guten Wind“ für ihre Reise wünschten. Übrigens hieß so auch das Schiff von Klaus Störtebeker.“ Die Pläne für 2016 ? „Natürlich gehen wir wieder auf viele Tourneen“, so Heiko Reese, „und sind besonders im Sommer auf den ost- und nordfriesischen Inseln zu Gast“. Die meisten Fans übrigens kommen aus Nordrhein-Westfalen, weshalb sich die Gruppe vorrangig nach deren Sommerferienterminen richtet. „Und vielleicht gibt es auch wieder eine neue CD“ ergänzt Shanger Ohl.

Im zweiten Konzertteil wechselten sich wieder viele besinnlich-leise Musikstücke – „Wo ist bloß dat Johr“ – mit temperamentvollen wie „Wiehnacht mal op Krüüzfahrt fohrn“ ab, bevor Sven „Jazzman-Zimmerling“ mit dem Chris-Rea-Weihnachtssong „Coming home for Christmas“ auf Deutsch umgetextet „Insel für die Seele“ überzeugte. Mit „Halleluja“ und einem „Weihnachtsmann-Herbei-Lock-Lied“ von Anja Bublitz war dann endgültig der Bann gebrochen und die Zuschauer bedankten sich mit starkem Beifall, als tatsächlich ein Weihnachtsmann die Stadthalle betrat und Geschenke unter den Gästen verteilte. Den Abschluss des zweistündigen Konzerts boten einige weihnachtliche Klassiker wie „Sternenfeuer“ und „Nacht voll tausend Wunder“. Erst nach Zugaben konnte die Band die Bühne verlassen – der beste Beweis für ein äußerst zufriedenes Publikum.

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