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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 23:40 Uhr

Und täglich grüßt das Knickebein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Weihnachten – das ist Tannenbaum und Lichterkette, „Der kleine Lord“ und die Hoppenstedts, Marzipan – und Knickebein. Für mich ist Letzteres seit Kindheitstagen das Grauen in Schokoladenhülle. Jetzt ist Weihnachten drei Wochen her. Nougat und Krokant wurden wohlig verspeist, der Bunte Teller ist leer – jedenfalls beinahe, denn es ist alle Jahre wieder wie ein Fluch: Übrig bleibt das Knickebein. Jeden Abend drücken wir uns drum herum, wagen es nicht anzufassen, als hätte es eine Füllung aus Sprengstoff und nicht aus Ei und Likör. Und allein der Name – eine einzige Nicht-Verzehrsempfehlung. Ich kenne niemanden, der es ernsthaft mag, aber vielleicht ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass auf jedem Bunten Teller mindestens ein Teil mit Knickebein zu liegen hat. Dann weiß ich, was wir tun: Wir heben es auf bis zum nächsten Mal. Dann haben wir schon eins und brauchen kein neues, das spart Rohstoffe. Wir könnten es später sogar vererben, und ich bin überzeugt: Es kann in 100 Jahren nicht schlimmer schmecken als heute.

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