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Umzug der Gorch-Fock- Schule bleibt weiter Thema

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Einwohnerfragestunde im Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport wurde im Zusammenhang mit der anstehenden Beratung über den Schulentwicklungsplan des Kreises von Lehrerinnen und Müttern von Grundschülern der Gorch-Fock-Schule geprägt. Sie wollten wissen, wie hoch die Stadt die Sanierungs- und Umbaukosten für den zum Schuljahr 2017/18 geplanten Umzug der Schule in die frühere Albert-Schweitzer-Schule im Wulfsteert angesetzt hat. „Die Sanierungskosten sind noch nicht ermittelt, da die Gorch-Fock-Schule ihre Vorstellungen noch nicht konkret benannt hat“, sagte Hauptamtsleiter Wolfgang Melchin.

Eine Mutter wollte wissen, wie sich die Stadt die Ganztagsbetreuung für die Hortkinder bis 17 Uhr, die bisher nur die Villa Kunterbunt anbietet, vorstellt. „Sollen wir alle kündigen, nur weil 400 Grundschüler in einer Riesen-Lernfabrik zusammengepfercht werden sollen?“, machte sie aus ihrem Unmut keinen Hehl. „Wir rechnen auf keinen Fall mit 400 Grundschülern im Süden“, sagte Melchin, von einer Lernfabrik könne daher keine Rede sein. Mittel- bis langfristig rechne man mit drei bis vier Zügen in der Grundschule. Ausschussvorsitzender Reiner Bunte verwies auf den Ratsbeschluss vom 28. Juni 2011, in dem die Umsetzung des von Klaus Klemm entwickelten Schulentwicklungsplans für Eckernförde mit der Ausgliederung der Gorch-Fock-Schule aus dem Schulzentrum Süd aufgrund des angemeldeten Raummehrbedarfs der beiden anderen Schulen – Jungmanngymnasium sowie Peter-Ustinov-Gemeinschaftsschule – beschlossen wurde. Die Umsetzung erfolge sukzessive, so Bunte, erst in vier bis fünf Jahren sei die Zusammenführung der Gorch-Fock- und Albert-Schweitzer-Schule am Wulfsteert geplant. Bis dahin werde man die prognostizierten Schülerzahlen und den Raumbedarf der Jungmann- und der Peter-Ustinov-Schule im Schulzentrum „gewissenhaft beobachten und analysieren und wenn nötig auch Konsequenzen daraus ziehen“. Oliver Fink (FDP) unterstütze ihn. Es gebe zwar eine Beschlusslage, aber wenn die Fakten sich ändern, werde man dies auch anders bewerten.

„Mir fällt ein Stein vom Herzen, das lässt uns hoffen“, sagte Schulleiterin Andrea Eick. Sie fragte, ob die Fraktionen bereit wären für einen „schulpolitisch-pädagogischen Tisch“, an dem das Thema Schulentwicklung mit allen Grundschulen weiter diskutiert werden kann. „Ja“, sagte Bunte spontan – Beifall von den Anwesenden. „Nichts ist in Stein gemeißelt“, ergänzte Rainer Bruns (CDU). Allerdings hätte sich an den Faktoren, die zu der Entscheidung geführt haben, bis heute nichts Wesentliches verändert. Man solle sich daher davor hüten, „vorzeitig Hurra zu schreien“ und davon auszugehen, dass die Gorch-Fock-Schule im Schulzentrum bleibt.

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erstellt am 14.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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