Umzug als Horrortrip und Licht am Ende des Tunnels

Kampf mit dem Internet, der Warmwasseraufbereitung und den Installationen

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11. Juli 2014, 17:12 Uhr

Wenn Sie wissen möchten, wie es bei meinem Umzug (siehe Seniorenseite v. 13. Juni) weiterging … bitte sehr!

Auch noch fünf Wochen nach meinem Umzug war ich „reif für die Insel“. Wie habe ich doch meine Hündin beneidet – im Gegensatz zu mir überstand sie das alles unbe-schadet und vor allem gelassen.

Bei mir kehrte einfach keine Ruhe ein. Noch eine lange, zu lange Zeit hatte ich so was wie „Prüfungen“ zu bestehen, wie soll ich es anders nennen? Die Telekom meinte zum Beispiel, man könne durchaus einige Tage lang ohne Telefon und Internet auskommen, wobei ich nur Letzterem wirklich zustimme. Ich hatte auf WLAN umgestellt, die Umstellung durch die Telekom gelang allerdings nicht – ich war ganze drei Tage von der Außenwelt abgeschnitten.

Mein Auto kam nicht durch den TÜV – nach einer kostenintensiven Reparatur klappte es dann eine Woche später. Mein ehemaliger Vermieter spielte bei der Wohnungsabnahme verrückt. Ein Gang zum Anwalt war unumgänglich.
Handwerker kamen ins Haus, die die Öl- gegen eine Gasheizung ersetzen wollten. Zwei Tage wurden veranschlagt, fünfeinhalb wurden daraus. Vier lange Tage mussten wir auf warmes Wasser verzichten, duschen war also nicht möglich. Als es dann endlich wieder möglich war, knallte mir nach eineinhalb Minuten die Duschstange auf den Kopf, die untere Befestigung rieselte in vielen, kleinen Stücken um meine Füße. Mit dem mir eigenen Humor kann ich also nun behaupten, einen „Dachschaden“ zu haben.

Dann kam aber ein Tag, an dem gleich zwei Dinge die eisernen Ringe um meine inneren Organe lösten. Zunächst wurde ich morgens mit einem wunderschönen Vogelkonzert geweckt ... Gotthilf Fischer mit seinen Chören ist dagegen ein armseliger Haufen, sage ich Ihnen! Dieser Vogelchor ertönt übrigens jeden Morgen, nur hatte ich das gar nicht wahrgenommen.

Und die zweite Überraschung bestand in einem warmen, von Herzen kommenden Kompliment, das ich an dem Tag bekam. Erstaunlich, denn gerade an diesem Tag sah ich besonders müde und schlapp aus.

Seit diesem Tag weiß ich, dass es aufwärts geht, obwohl mir vor zwei Tagen das Telefon so unglücklich auf den Boden knallte, dass ich ein neues brauche. Um es mit Nina Ruge zu sagen, „Alles wird gut.“

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