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Wildes Schleswig-Holstein : Umweltministerium steigt bei Green Screen ein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ab 2015 gibt es eine neue Preiskategorie beim Internationalen Naturfilmfestival: „Wildes Schleswig-Holstein“. Das Umweltministerium vergibt den mit 5000 Euro dotierten Preis.

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erstellt am 09.Sep.2014 | 06:58 Uhr

Das 8. Internationale Naturfilmfestival Green Screen hat tiefe Spuren hinterlassen, neue Maßstäbe gesetzt und die Fachwelt tief beeindruckt. „Wir sind mächtig stolz“, versuchte Green Screen-Pressesprecher Michael van Bürk gestern in der Abschlusspressekonferenz erst gar nicht, den Erfolg kleinzureden. Die fünf Festivaltage haben das Publikum erneut in den Bann gezogen. „14 000 werden es auch in diesem Jahr wieder gewesen sein“, sagte Carsten Füg aus dem Festivalbüro. Damit wird die Zahl des Vorjahres wieder erreicht. Allein das ist ein großer Erfolg, weil die Schulen bedingt durch den späten Ferientermin extrem wenig Zeit hatten, ihre Klassen für das Festival vorzubereiten und anzumelden. „Wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall deutlich vor den Sommerferien in den Schulen für Green Screen werben“, versprach van Bürk angesichts manch ungenutzter Kapazitäten in diesem Jahr.

Während das Publikum Green Screen also treu bleibt und weiterhin mit großer Leidenschaft folgt, sind die Festivalmacher in diesem Jahr von den Filmemachern, den Prozenten und Naturfilmredaktionen geradezu überschwängliche gelobt worden. „Unglaublich“, sagte Festivalleiter Gerald Grote, „für viele war es das beste Green Screen aller Zeiten.“ Die international erfahrenen Naturfilmer toppten dieses Prädikat noch einmal: Für viele von ihnen sei Green Screen gar – man höre und staune – „das beste Naturfilmfestival der Welt“. Mehr geht nicht.

Nach dieser Feststellung war es einen kurzen Moment still im Stadthallenrestaurant. Aber nicht lange, denn es gab weitere frohe Botschaften. Eine davon verkündete Berthold Pechan, der beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für „Campaigning“ zuständig ist. Eine ganz frisch entwickelte und für Green Screen passgenaue Kampagne hatte er im Gepäck: „Wildes Schleswig-Holstein“. Das Umweltministerium bereichert das Festival mit der Preiskategorie „Wildes Schleswig-Holstein“. Zu diesem vielschichtigen Thema sollen Filmemacher ihre Arbeiten einreichen. Es müssen nicht nur heile Welt-Themen sein, man darf auch einmal „den Finger in Wunden legen“, sagte Pechan. Ein Aufwand, der sich lohnt – der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Neben dem Hauptpreis stiftet das Umweltministerium auch einen Preis für junge Naturfilme, für den Gewinner gibt es 1000 Euro.

Die Green Screen-Macher begrüßen das Engagement des Ministeriums. Sie sehen darin eine Anerkennung der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit der über 100 Helfer. Auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung sagte der stellvertretende Pressesprecher des Umweltministeriums, Sönke Wendland, dass das Ministerium die beiden Preise als „ersten Schritt in eine vertiefende Zusammenarbeit mit Green Screen“ verstehe. Man wisse um die große Bedeutung des Festivals und den hohen Aufwand zur Finanzierung. Wendland zeigte sich auf Nachfrage keineswegs zugeknöpft, als das Thema einer ansehnlichen, jährlichen Förderung durch das Land auf den Tisch kam, die schon Landtagspräsident Klaus Schlie bei der Festivaleröffnung öffentlich gefordert hatte. „Wir kämpfen jedes Jahr um die Finanzierung des Festivals“, unterstrich Green Screen-Sprecher van Bürk die eminente Bedeutung einer verlässlichen und gut dotierten Landesförderung für das auch dem Land sehr zuträglichen Festivals internationaler Güte. Es gebe zwar ein außerordentliches ehrenamtliches Engagement, „aber irgendwo gibt es auch Grenzen“. Diese Botschaft scheint langsam bei der Landesregierung anzukommen.

Ungeachtet dieser für Green Screen wichtigen Baustelle weitet das Festival seine Aktivitäten weiter aus – es kommt zum Schulterschluss mit Dänemark. Eine Festivaldelegation und Bürgermeister Jörg Sibbel werden am 19. September in Sachen Green Screen nach Sonderburg fahren, dort um 19 Uhr im Alsion einen englischsprachigen Spitzenfilm aus dem diesjährigen Programm zeigen und Gespräche führen. „Wir rechnen mit mehreren hundert Zuschauern und freuen uns sehr auf den Sprung über die Grenze“, sagte van Bürk.

Green Screen können die neuen Partnerschaft mit dem Umweltministerium und Dänemark nur guttun.

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