Wiedereröffnung : Umweltminister Jan Philipp Albrecht besucht Tierpark Gettorf

Rundgang mit Mundschutz: Tierpark-Chef Jörg Bumann führt Umweltminister Jan Philipp Albrecht durch den Park.  Fotos: Ruff
Rundgang mit Mundschutz: Tierpark-Chef Jörg Bumann führt Umweltminister Jan Philipp Albrecht durch den Park. Fotos: Ruff

Jan Philipp Albrecht informierte sich über den Stand der Wiedereröffnung in Gettorf.

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20. April 2020, 17:58 Uhr

Gettorf | Gestern war es wieder soweit. Der Tierpark Gettorf konnte bei Sonnenschein und blauem Himmel endlich wieder seine Pforten für die Besucher öffnen. Der Tierpark war gut auf einen möglichen Besucheransturm, der gestern allerdings noch recht moderat ausfiel, vorbereitet. Mehrere Parkplatzwächter mit Atemschutzmasken wiesen den Besuchern den Weg zum Abstellen ihres Fahrzeugs. Auf dem Weg zur Kasse waren rote Markierungen auf dem Boden zu entdecken – die dem Sicherheitsabstand von zwei Metern entsprachen, der natürlich auch im Tierpark selbst galt.

Auch hoher Besuch hatte sich angekündigt

Umweltminister Jan Philipp Albrecht besuchte nach den Tierparks in Neumünster (9 Uhr) und dem Tierpark Eekholt in Großenaspe (11 Uhr) auch jenen in Gettorf. Tierpark-Geschäftsführer Jörg Bumann musste allerdings eine knappe halbe Stunde warten, ehe der Dienstwagen des Ministers auch tatsächlich ankam.

Nach einer kurzen Begrüßung der beiden ging es dann auf einen Rundgang durch den Tierpark. Beide hatten, wie erwünscht, auch eine entsprechende Maske angelegt, auch wenn Bumann der Umgang damit noch etwas befremdlich vorkam. 50 solcher Masken wurden dem Tierpark von Sternpuschen Gettorf gratis zur Verfügung gestellt – und noch einige andere mehr.

Tierpark-Geschäftsführer Jörg Bumann mit einer Schutzmaske im Tierpark-Design.
Tierpark-Geschäftsführer Jörg Bumann mit einer Schutzmaske im Tierpark-Design.
 

„Das ist natürlich eine schöne Sache, dass der Tierpark endlich wieder geöffnet sein kann“, sagte Albrecht, der selbst übrigens schon drei Mal auf dem Gelände weilte. „Gerade Familien mit kleinen Kindern werden sich sicherlich darüber freuen.“

Auf seine Frage, wie denn die Auflagen für den Gettorfer Tierpark umzusetzen seien, antwortete Bumann, dass dies durchaus zu leisten gewesen sei – auch wenn es mit zusätzlichen Kosten verbunden sei. Daraufhin entgegnete Albrecht, dass seit Montag auch die Soforthilfe für Tierparks abrufbar sei.

Insgesamt stellt das Land rund 1,5 Millionen Euro für die Tierparks zur Verfügung

Die Verteilung erfolge nach Bedarf der jeweiligen Einrichtungen. Dies setze auch eine gewisse Ehrlichkeit der Tierparks im Sinne der Solidarität voraus.

Am Montag war auf dem insgesamt vier Hektar großen Gelände, von dem eineinhalb Hektar begehbar sind, noch kein Gedränge zu spüren. „Ich habe eher das Gefühl, dass die Besucher übervorsichtig sind und eher drei als zwei Meter Abstand halten“, sagte Bumann, dessen Park noch auf die Einnahmen aus dem Futterverkauf und der Gastronomie verzichten muss.

Einige Angestellte aus diesem Bereich wurden nun für die Überwachung der Spielplätze, die noch nicht wieder betreten werden dürfen, oder der Hotspots, wie etwa dem Eingang, abgestellt.

Die Kasse wird mit verschiedenen Teams besetzt, die sich gegenseitig abwechseln

Dabei muss auch darauf geachtet werden, dass sich nicht mehr als 1000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten.

Auf Albrechts Frage nach den Verlusten des Tierparks wegen der Corona-bedingten Schließung, entgegnete Bumann: „Uns sind schätzungsweise 30.000 Besucher entgangen, da über die Osterferien ja auch das Wetter richtig schön war. In dieser Zeit haben uns aber auch 48.000 Euro Spenden erreicht, für die wir sehr dankbar sind.“

Zum Abschluss wollte Albrecht noch wissen, wie Bumann denn die Zukunft sehe

Dieser entgegnete: „Wenn sich alle an alle Vorschriften halten, kann eigentlich nicht viel schief gehen.“

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