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Abfallwirtschaftshof : Umbau Abfallwirtschaftshof: Planung steht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Entwurf im Bauausschuss vorgestellt / Querungshilfe für Altenholzer Straße abgelehnt

von
erstellt am 28.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Von einem Modellprojekt kann bei der Abfallwirtschaftsanlage Dehnhöft schon lange nicht mehr gesprochen werden. Seit Inbetriebnahme hat sich die abgelieferte Menge verdreifacht, was auch die hin und wieder auftretenden Rückstaus auf der L 254 erklärt (wir berichteten). Für die im November von Andreas Kirchhof, Betriebsleiter der OAR Biokompostierung und der Schrebers Erde gGmbH, vorgestellte Umstrukturierung liegt der Entwurf mittlerweile vor, der nach Vorstellung durch Diplom-Ingenieur Stephan Petschallies vom Büro Jänicke und Blank die Zustimmung im Bauausschuss fand.

Wenn die Gemeindevertreter in ihrer Junisitzung genauso entscheiden, liegen die Pläne vier Wochen zur Einsichtnahme im Rathaus aus. Sie sehen vor, dass der Recycling-Bereich hinter die Halle gezogen wird, so dass wartende Autos auf dem Gelände und nicht mehr auf der Straße stehen, führte Petschallies aus. Außerdem sollen die Flächen für die Kaminholztrocknung und das Pufferlager überdacht werden. Die vorhandenen Betriebswohnungen sollen von sechs auf acht Wohneinheiten aufgestockt werden, und statt bislang 30 Beschäftigten, soll der Betrieb künftig 60 Mitarbeitern Platz bieten. Ziel sei die Entwicklung zu einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, sagte Petschallies.

Keine Zustimmung gab es für den Bau einer Querungshilfe auf der Altenholzer Straße in Höhe Rote Kate/ Klausdorfer Landstraße. Eine Verengung hatten die Mitglieder des Ausschusses wegen der höheren Kosten von vornherein ausgeklammert, so dass der Bau einer Mittelinsel zur Diskussion stand. Die würde zwar zu einem Rückstau des Verkehrs führen, wenn ein Bus hält, der nicht mehr überholt werden kann, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD). Doch damit könne man leben. „Planerisch ist das nicht der Hit“, stellte Dr. Andreas Piltz (CDU) fest und verwies auf die Dänischenhagener Straße, wo genau diese Regelung immer wieder zu riskanten Situationen führe. „Warum wir das sehenden Auges an anderer Stelle wiederholen wollen, kann ich nicht nachvollziehen“, machte Piltz deutlich. Über die Ampel zu gehen sei der sicherste Weg, der Schlenker dorthin zumutbar. „Wir müssen einen sicheren Schulweg gewährleisten, das ist keine Frage“, schloss sich Ingo Baasch (SPD) an. „Aber der sicherste Schulweg ist nicht immer der kürzeste.“

Silke Worth-Görtz (Bündnis 90/Die Grünen) gab zu bedenken, dass es nicht nur um die elf Kinder, die mit den Neubauten an die Klausdorfer Landstraße gekommen seien, gehe, sondern auch um die Kinder, die den dort gelegenen Reiterhof besuchen plus Jogger und Menschen, die mit dem Bus aus Kiel kommen, dort aussteigen und in die Rote Kate wollen. Doch die Mehrheit im Ausschuss blieb bei ihrer ablehnenden Haltung.

Eine Geschwindigkeitsmessung in dem Bereich über drei Monate hat ergeben, dass der Großteil der Fahrzeuge dort mit 51,5 Kilometern pro Stunde unterwegs ist. Einen Ausreißer gab es allerdings: 136 Kilometer pro Stunde wurden als höchste Geschwindigkeit registriert.

Ändern soll sich etwas in der Memeler Straße: Sie soll als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden. Das hat zur Folge, dass dort nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden und nur in den ausgewiesenen Flächen geparkt werden darf. Kinder können somit auf der Straße spielen, wie es von Eltern gewünscht worden war.

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