Segeln : Ulf Kipcke spielt seine Erfahrung aus

Segelten erneut zum Erfolg: Ulf Kipcke (Mitte) vom KYC mit Klaus Blenckner und Jan-Philip Kipcke.
1 von 2
Segelten erneut zum Erfolg: Ulf Kipcke (Mitte) vom KYC mit Klaus Blenckner und Jan-Philip Kipcke.

Die Kieler Segel-Crew um Ulf Kipcke stand in diesem Jahr bei den Eckdays schon vor dem letzten Durchgang als Sieger fest. 24 Folkeboote waren bei der zweitägigen Regatta am Start.

shz.de von
20. Mai 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | In fünf Wettfahrten mit je zwei Up- and Down-Kursen stellten die Teilnehmer der Eckdays unter Beweis, dass Folkebootsegeln nicht nur Familiensegeln, sondern auch knallharter Regattasport sein kann. Knapp eine Seemeile betrug die Strecke zwischen lee- und luvwärtiger Bahnmarke.

24 Boote hatte das Team um Wettfahrtleiter Peter Goos an zwei Tagen über die Bahn gebracht. Waren die Bedingungen am ersten Tag bei drei bis vier Windstärken aus West noch moderat, mussten die jeweils dreiköpfige Besatzungen tags darauf neben der Taktik auch viel Körpereinsatz und Gewicht auf die hohe Kante bringen, denn der Wind blies zeitweilig in Böen mit Stärke sieben. Hatten am Vortag alle Teilnehmer die Rennen noch erfüllt, gaben am zweiten Tag bei der vierten Wettfahrt drei und in der fünften Wettfahrt acht Teilnehmer auf oder starteten erst gar nicht aufgrund der Windverhältnisse.

„Es war schwer, die richtige Seite zu finden“, resümiert Fritz Schaarschmidt, der sich als bester Eckernförder Teilnehmer mit einem sechsten Platz sehr zufrieden zeigte. War zu Beginn die Seite am Marinehafen noch bevorzugt, machten drehende Winde, durch Stadtabdeckung bedingt, so manche Strategie zunichte. „Gerne hätten wir die Bahn wie am Vortag weiter nach draußen verlegt, es waren aber Sicherheitsgründe bei dem angesagten Wind, dass wir weiter unter Land gingen“, begründet Goos seine Entscheidung, für die auch Zuschauer am Strand dankbar waren. Lob gab es auch von den Schiedsrichtern Klaus Laschinsky und Eckhard Ruh, die besonders das Getümmel an den Bahnmarken im Auge hatten. Beide stellten wohltuend den Unterschied zu Jugendregatten fest, bei denen es deutlich rauer zugeht.

Nicht viel zog sich das Teilnehmerfeld im Laufe der Wettfahrt auseinander. Etwas abgesetzt hatten sich nur die führenden Boote. Hier stellte Ulf Kipcke vom Kieler Yachtclub (KYC) auf der „Ylva“ als vorjähriger Gewinner der Eckdays und Deutscher Meister 2014 seine langjährige Erfahrung mit drei ersten und einem zweiten Platz unter Beweis, so dass er mit seinem Team in der letzten Wettfahrt nicht mehr antreten musste. Sichtlich zufrieden zeigten sich auch die zehn Teilnehmer vom Bodensee, die schon in alter Tradition seit etlichen Jahren regelmäßig anreisen und dafür vom SCE mit Booten unterstützt werden. „Für uns ist es immer eine großartige Erfahrung. Wir kommen zum Lernen her“, bekennen Erika Beyerle und Gerhard Kunze, die zwar Folkeboot auf dem Bodensee segeln, dort aber weniger Regattamöglichkeiten haben. Ihr Ziel, in die erste Hälfte zu kommen, verfehlten sie jedoch.

Ergebnisse

1. Ulf Kipcke, Klaus Blenckner, Jan Philip Kipcke (Kieler Yachtclub), 2. Michael Fehland, „Holli“ Dittrich, Carsten Gerdes-Götz (Entdecker und Seefahrerförderverein), 3. Andreas Blank, Svenja Loerke, Alexander Loerke (Segler Club „Gothia), 4. Siegfried Busse, Ole Jansen, Hendrik Scheidler (Segler Vereinigung Kiel), 5. Paul Stübecke, Dirk Bogumil, Christian Guschke (Berliner Yachtclub), 6. Fritz Schaarschmidt, Martin Lewin, Björge Dege (SCE)

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen