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Über dem „Pirathaus“ wehen die Totenkopfflaggen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Piratenüberfall auf das Eckernförder Rathaus / Stadtkasse geraubt und Piratenflaggen gehisst

„Wir verhandeln nicht mit Landratten“, tönt es über den Rathausplatz. Käpt’n Piet und seine Piraten sind am Freitagabend mit den gefangenen Fischern vom Strand zum Rathaus geeilt, um es zu besetzen und die Stadtkasse zu rauben. Dort hatten sich die beiden Stadt-Sirenen Katharina Heldt und Karin Himstedt in Abwesenheit von Bürgermeister Jörg Sibbel verschanzt. Käpt’n Piet forderte die Kasse und als die Sirenen sowie der Wächter der Stadtkasse, Klaus Kaschke, die Herausgabe verweigerten, schlugen sie die Tür des Gebäudes ein und stürmten nach oben, wo sie die Drei gefangen nahmen. Unter lautem Geschrei kamen die Piraten mit der Kasse auf den Marktplatz und zogen damit unter dem Jubel der Menge zu ihrem Lager. Kaschke, in Piratenkreisen als „Hinterhältiger Klaus“ bekannt, wollte sich aber nicht so leicht ergeben und lieferte sich einen Kampf mit Käpt’n Piet, bei dem die Säbel rasselten. Doch letztlich musste auch er sich den gezielten Hieben und der Übermacht beugen.

Die Piraten beschlossen danach, zwei schwarze Flaggen mit dem weißen Totenkopf auf dem Rathausmarkt zu hissen und zwangen ihre drei Gefangenen, diese Arbeit für sie zu übernehmen. „Schneller“, riefen sie, als der Hinterhältige Klaus an der Reihe war. „Die in der Verwaltung müssen wohl nicht arbeiten, so langsam wie die sind.“ Sirene Katharina Heldt brauchte Unterstützung der Zuschauer, um ihre Fahne Stück für Stück nach oben zu bringen. Anschließend entrollten die Piraten ein Banner aus dem Rathaus mit der Botschaft an Eckernförde: Das „Pirathaus“ ist besetzt.

Mit musikalischer Begleitung von „Drums & Pipes“ zog die Piratenbande anschließend begleitet von Hunderten von Zuschauern und der Beute im Gepäck mit einer Kutsche Richtung Hafen. Am Schandturm angekommen, gerieten sich Piratenführer Käpt’n Piet und seine rechte Hand, Käpt’n Black, in die Haare. Die Sirenen hatten eine verheerende Wirkung auf das piratische Gemüt des langjährigen Oberpirat, der sein Tun in Zweifel zog und Arm in Arm mit den Stadt-Sirenen heftig mit menschlichen Gefühlen zu kämpfen hatte. Während Black eine harte Gangart mit den Gefangenen forderte, setzte Piet auf die weiche Welle. Das konnte nicht gut gehen. Ein Warnschuss von Käpt’n Black und heftige Wortgefechte mit Käpt’n Piet ließen die Menge aufhorchen. „Die Sirenen bleiben in Gefangenschaft, die Verhandlung wird am Sonnabend zur 14. Stunde weitergeführt“, lautete der vorläufige Kompromiss.

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erstellt am 02.Aug.2014 | 17:40 Uhr

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