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Jugend-Hallenfussball : U11-Mädchen testen gegen Jungenteams

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball: Landesauswahl der U11-Mädchen lassen sich durch hohe Auftaktniederlagen nicht entmutigen

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 06:03 Uhr

Am vergangenen Sonnabend spielte die U11-Landesauswahl Schleswig-Holstein in einem Hallenfußballturnier gegen neun ausgesuchte Jungenmannschaften – darunter Teams vom HSV, dem FC St. Pauli und Holstein Kiel. Den Mädchen der Landesauswahl, unter ihnen auch Emma Jensen (10) und Emma Ballay (10), zwei Spielerinnen des UF Eckernförde, stand keine einfache Aufgabe bevor. Im ersten Spiel des Turniers unterlagen sie deutlich mit 0:7 dem HSV. Das zweite Spiel gegen die Kreisauswahl Bad Segeberg ging mit 0:5 verloren. Doch die Mädchen zeigten Selbstvertrauen und ließen sich nicht entmutigen. Gegen die Jungs von Barmbek-Uhlenhorst traten sie dann durchaus ebenbürtig auf, verloren aber in der letzten Spielminute noch unglücklich mit 1:2. Trainer Felix Fleischer und Co-Trainerin Stefanie Will, die den Trainer des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands Dieter Bollow bei diesem Turnier vertraten, gelang es trotz der vorangegangenen Niederlagen, die Mädchen immer besser auf ihre Gegner einzustellen. Das Trainerteam, das sonst die Mädchen der Kreisauswahl Rendsburg-Eckernförde trainiert, fand in der Kabine die richtigen Worte. So eingestellt waren sie dann jeweils mit 1:0 gegen die Jungs des SV Eichede und der Kreisauswahl Rendsburg-Eckernförde erfolgreich. Beide Male getragen auch von der lautstarken Unterstützung der zahlreichen Zuschauer, die jeden erfolgreichen Spielzug oder Einzelleistung der vermeintlichen „Underdogs“ mit viel Beifall belohnten. Letztendlich reichte es dann doch nur zu einem der hinteren Plätze, was aber die gute Stimmung der Trainer Felix Fleischer und Stefanie Will in keiner Weise beeinträchtigte. „Wir sind in erster Linie hier, um zu lernen“, sagt Fleischer. „Es war zu erwarten, dass die Mädchen nur schwer gegen die Jungs bestehen würden“, führt er weiter aus und ergänzt: „Bei Spieltechnik und Taktik agieren sie zwar durchaus auf Augenhöhe, doch im Zweikampfverhalten und in der Spielschnelligkeit weisen die Mädchen meist Defizite gegenüber den Jungs auf.“ Doch dieser Umstand trifft genau die Philosophie von Verbandstrainer Bollow, der kaum eine Gelegenheit auslässt, seine Mädchen gegen Jungenmannschaften antreten zu lassen. „Einerseits werden die Mädchen durchweg robuster in ihrem Spielverhalten und gewöhnen sich an ein höheres Tempo, andererseits ist es für viele eine zusätzliche Motivation, den Jungs aufzuzeigen, dass auch Mädchen guten Fußball spielen können“, erklärt der erfahrene Fußballlehrer. Diese Philosophie ist offensichtlich erfolgreich – in Hartenholm haben die Mädchen ihr Können und ihre Einstellung unter Beweis gestellt; was nicht nur den Zuschauern, sondern auch manch einem der Jungen, Respekt abgenötigt hat.

Die beiden Emmas vom UF Eckernförde waren mit dem Turnierverlauf allerdings nicht ganz so zufrieden und bemerkten übereinstimmend: „Ein paar Spiele mehr hätten wir schon gewinnen können, doch den Jungs von der Kreisauswahl haben wir’s wenigstens gezeigt“.

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