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Modellboote : U 34 trifft Schwan: Modell- Schau auf dem „Südsee“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Modellbaugruppe Eckernförde hat ihre Klassiker und ihre neusten Modelle auf dem Südsee im Domsland vorgeführt. Darunter Boote, Schiffe und andere Schwimmkörper. Auch das neue Unterseeboot U 34 war zu bestaunen, ebenso wie ein Schwan.

Ob mit Motorantrieb oder unter Segel, die Boote, die sich am Sonnabend auf dem „Südsee“ im Domsland bewegten, konnte sich sehen lassen. Viel Liebe zum Detail bewiesen die Modellbauer, deren fahrtüchtige Modelle vom Feuerschiff über Frachtschiff, Motoryacht, Fischkutter, Segler bis hin zum Uboot 212A reichte.

Seit 1978 gibt es die Modellbaugruppe Eckernförde, die ihr Domizil in der alten Straßenmeisterei Schleswiger Straße 39 und mit dem „Südsee“ das ideale Fahrrevier gefunden hat. Modelle im Maßstab 1:10 bis 1:100 entstehen nach Bauplänen, aus Bausätzen oder völlig frei nach eigenen Ideen. „Das habe ich in fünf Tagen ohne speziellen Bauplan oder Zeichnung aus Sperrholz zusammengebaut“, beschreibt Paul Wrobel die Entstehung seines luftschraubengetriebenen Modells. Unkonventionell setzt der 16-Jährige seine Ideen um, widerlegt dabei regelmäßig den Einwurf der alten Hasen: „Paul, das kann nicht funktionieren.“ Angefangen mit gut sechs Jahren , nennt er inzwischen circa 60 Modelle, vom Boot bis hin zum Segelflieger mit meterweiter Spannweite sein Eigen. „Ich habe auch einen Bi-Kopter (zwei Rotoren) wie aus dem Film „Avatar“ gebaut und zum Fliegen gekriegt“, berichtete er stolz.

Weniger wie ein Modell sieht der fast lebensgroße Plastikschwan von Ortwin Müller aus, allerdings hat es die Technik unterhalb der Wasserlinie in sich. Majestätisch wie im richtigen Leben zieht er seine Runden und wird dabei von einem Voith-Schneider Antrieb in jede x-beliebige Richtung, auch seitwärts, bewegt. Zwei senkrechte Schaufelräder mit einer ausgeklügelten Mechanik sind das Geheimnis, das den Schwan auch parallel wieder anlegen lässt. „Das findet sich auch bei vielen Fähren wieder“, weiß Müller (75), der mit viel Wissen und langjähriger Erfahrung den jüngeren Bastlern mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Brücke mit Kommandant, Wachoffizier und Ausguck, dazu Personal auf dem Oberdeck – es schien so, als ob Unterseeboot U34 gerade zum Anlegen in den Hafen einläuft. Zwar nicht tauchfähig, jedoch mit funktionsfähigen X-Rudern, drehte das 212er-Modell mit rotierender Radarantenne seine Runden. „Es ist nur nach Bildern und Fotos gebaut“, berichtete Karl-Heinz Gotzel (67) aus Kropp, für den Druckkörper benutzte er einfache Abflussrohre und die Mechanik für die Ruder hat er selbst entwickelte.

Traditionell gehört zur Veranstaltung auch das Fischkutterrennen um das Blaue Band von Eckernförde dazu. „Leider haben wir dieses Jahr nur zwei Meldungen“, bedauerte Vorsitzender Dirk Zimmer. Für den Wettbewerb war ein bestimmter Kurs um Hindernisse auf dem See abzufahren, auf größere Sichtentfernung kein einfaches Unterfangen. Ohne Chance blieb allerdings Müllers „Anne Dore“ gegen Tilo Krauses „Lokki“, das fast doppelt so schnell mit Gleitfahrt die nötigen Runden fuhr und dem Besitzer ein zweites Band für das Modell und den dazugehörigen Wimpel für die heimische Werkstatt bescherte.

Die Modellbaugruppe trifft sich jeden Freitag von 15-18 und Sonnabend von 14-18 Uhr in der alten Straßenmeisterei Schleswiger Straße 39, Interessenten sind willkommen.

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