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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 23:54 Uhr

U 33 auf dem Weg ins Mittelmeer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 14:52 Uhr

Für die Angehörigen der Besatzung war es ein Abschied für vier Monate, als am Sonnabend das U-Boot U33 den Kranzfelder Hafen für siebeneinhalb Monate in Richtung Mittelmeer verließ. Mit „Jetzt geht es los“ verabschiedete Fregattenkapitän Jens Grimm, Kommandeur des 1. U-Boot-Geschwaders die 28-köpfige Besatzung, die zunächst mit zusätzlich sechs eingeschifften Technikern die sehr anspruchsvolle „Tauchtechnische Gefechtsausbildung“ mit Brandabwehr, technischen Ausfällen, Wassereinbrüchen und Verletztentransport auf der Hinreise absolviert.

Bis Januar 2015 sind die Männer unterwegs, dann erfolgt der Besatzungstausch mit Besatzung „Delta“. „U33 ist das erste Boot, das per Direct Support einem Nato-Verband unterstellt wird“, betonte Grimm. Neben den eigentlichen Supportaufgaben wird ein Torpedoschießen sowie ein Forschungsauftrag durch U33 abgearbeitet.

Schnell wird für die Männer auf U33 die Zeit bis zum Wiedersehen vergehen: Der tägliche Dienst im Zweiwachensystem lässt da nur wenig Spielraum, um an Familie und Freundin zu denken. Anders sieht es da schon bei den Angehörigen aus, die mit Kindern und vielen alltäglichen Herausforderungen zunächst allein klarkommen müssen. „Seit wir die beiden Kinder haben, ist mein Mann zum ersten Mal für so lange Zeit unterwegs“, sagt Julia Landgrebe, während ihr Mann Tobias das Luk hinuntersteigt.

Bevor das Boot sein Einsatzgebiet erreicht, kann der Weg von U33 im Internet verfolgt werden, wo die Daten des „Automatischen Identifikations Systems“ (AIS) in Echtzeit mit Position, Geschwindigkeit und Kurs angezeigt werden. „Über die 10 Webcams im Nordostseekanal können wir die Fahrt im Kleinen mitverfolgen“, erzählte Maria Apel, Mutter von Schiffstechniker Alex Apel. Frisch verheiratet, freut sich Ehefrau Anna Apel auf die Familienzusammenführung an Weihnachten auf Zypern, aber auch so hofft sie, möglichst viel Kontakt via Internet oder sozialem Netzwerk zu halten, wenn in einem der vielen Häfen für die Besatzung Internetmöglichkeiten bestehen.

Nach langer intensiver Vorbereitung mit vielen verschiedenen Zertifizierungen wie Torpedoschießen, Manöver „Northern Coast“ und nicht zuletzt unzähligen Stunden in Tiefensteuer- und Gefechtssimulator freut sich Kommandant Korvettenkapitän Stephan Pfeiffer (35), dass es endlich losgeht. Die vielen, zum Abschied winkenden Hände auf der Pier unter musikalischer Begleitung des Marinemusikkorps Ostsee sind dabei der Brücken- und Oberdeckbesatzung vorbehalten, der Rest unter Deck wird es sich berichten lassen, wenn „Wegtreten von Manöverstation“ erfolgt.

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