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Nato-Einsatz : U 33 auf dem Weg ins Mittelmeer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das U-Boot verlässt am Sonnabend den Heimathafen. Die Rückkehr ist für Mai 2015 geplant. Die 29-köpfige Crew wird zwischendurch allerdings ausgtauscht.

Das U-Boot U 33 wird am Sonnabend, 27. September, seinen Heimathafen in Eckernförde in Richtung Mittelmeer verlassen. Dort wird sich das Boot dem ständigen maritimen Einsatzverband der Nato (Standing Nato Maritime Group 2 – SNMG 2) anschließen und an der Operation „Active Endeavour“ (OAE) teilnehmen.

Während des Transits ist aber nicht nur Routinedienst für den Kommandanten, Korvettenkapitän Stephan Pfeiffer (35), und seine 28-köpfige Besatzung angesagt. In den rund zwei Wochen steht eine tauchtechnische Gefechtsübung auf dem Programm. „Nach Beendigung dieser sehr anspruchsvollen Prüfung werden wir den Hafen von Lissabon ansteuern, um dort die Techniker von Bord gehen zu lassen und wieder ein wenig mehr Platz haben“, so der gebürtige Erfurter.

Nach dem kurzen Stopp in Portugal führt die Route des U-Bootes, an der Meerenge von Gibraltar vorbei, zum spanischen Hafen von Cartagena. Dort wird man sich dann dem Nato-Schiffsverband anschließen.

„Aufgrund der langen Einsatzzeit, werden wir im Januar 2015 einen Besatzungswechsel im Hafen von Limassol auf Zypern durchführen, um die Abwesenheitsbelastung so niedrig wie möglich zu halten“, erklärt der Kommandant. Die Rückkehr von U33 ist für Mitte Mai 2015 geplant.


Kontrolle und Schutz der Seewege


Die Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG2) ist ein ständiger Schiffsverband der Nato im Mittelmeer. Aufgaben des Verbandes sind vor allem Kontrolle und Schutz strategisch wichtiger Seewege. Dazu operiert er vor allem im Mittelmeerraum, kann bei Bedarf aber sofort in andere Krisengebiete verlegt und dort eingesetzt werden.

Schon 1969 wurde der Verband unter einem anderen Namen (Naval On-Call Force for the Mediterranean) gegründet. Damals jedoch diente diese „Navocformed“ unter anderem der Demonstration von Nato-Bündnissolidarität gegenüber der im Mittelmeer sehr aktiven sowjetischen Marine. Während des Zweiten Golfkriegs 1990 bis 1991 wurde die Navocformed dauerhaft aktiviert und zur Seeraumüberwachung im Mittelmeerraum eingesetzt.


Abschreckung terroristischer Aktivitäten


Die Operation „Active Endeavour“ hat seit dem 26. Oktober 2001 das Ziel, Nato-Solidarität und Entschlossenheit zu demonstrieren und zur Entdeckung und Abschreckung terroristischer Aktivitäten im Mittelmeer beizutragen. Im Wesentlichen findet dabei eine Seeraumüberwachung zur Erfassung und Dokumentation des zivilen Seeverkehrs und der daran teilnehmenden Handelsschiffe statt. Die erfassten Daten sind Grundlage für präventive Maßnahmen gegen terroristische Aktivitäten und werden auch für andere Marineeinsätze im Mittelmeerraum – wie zum Beispiel den Unifil-Einsatz der Deutschen Marine vor dem Libanon – genutzt.

Der Deutsche Bundestag hat am 29. Januar 2014 das Mandat für die deutsche Beteiligung an der Operation „Active Endeavour“ um ein weiteres Jahr verlängert. Damit kann sich die Bundeswehr weiterhin mit bis zu 500 Soldaten an der Anti-Terror-Mission im Mittelmeer beteiligen.



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erstellt am 25.Sep.2014 | 05:45 Uhr

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