Kreisparteitag : Tunnel bleibt auf der Wunschliste

SPD-Spitze im Kreis Rendsburg-Eckernförde: Götz Borchert (l.) und Serpil Midyatli wurden als  stellvertretende Vorsitzende und Sönke Rix als Kreisvorsitzender wiedergewählt.
SPD-Spitze im Kreis Rendsburg-Eckernförde: Götz Borchert (l.) und Serpil Midyatli wurden als stellvertretende Vorsitzende und Sönke Rix als Kreisvorsitzender wiedergewählt.

SPD-Debatte zum Ersatz für die Rader Hochbrücke. Sönke Rix wird als Vorsitzender wiedergewählt.

shz.de von
23. Juni 2014, 06:09 Uhr

Sönke Rix bleibt Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde. Mit 96,5 Prozent der Stimmen wurde er auf dem Kreisparteitag in Kronshagen für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Der Sozialdemokrat geht damit in seine siebte Amtszeit in dieser Funktion. Zu seinen Stellvertretern bestimmten die 88 Delegierten die Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli aus Gettorf sowie Götz Borchert aus Dänischenhagen.

„Nach drei Jahren Dauerwahlkampf folgen nun zwei Jahre, in denen wir uns verstärkt um den Zustand der SPD kümmern können“, sagte Rix in seinem Rechenschaftsbericht. Das sei auch notwendig. Denn die Mitgliederzahlen seien von 4166 im Jahr 1990 auf aktuell 2300 Mitglieder gesunken. Zudem seien 56 Prozent der Genossen älter als 60 Jahre. „Wir müssen moderner werden und Lust auf Politik machen“, unterstützte auch der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner in seiner Rede zum Parteitag den Aufruf von Sönke Rix, mehr Frauen und die Jugend anzusprechen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Debatte zum Ersatzbau für die Rader Hochbrücke. Die Delegierten votierten einstimmig für eine kombinierte Straßen- und Schienenquerung als Ersatzlösung. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), der als Gast an dem Parteitag teilnahm, bekräftigte ebenfalls, dass der Landesregierung nach wie vor ein Straßen- und Bahntunnel am liebsten wäre. Wie berichtet, setzt der Bundesverkehrsminister jedoch auf ein Straßen-Bauwerk. „Für diese zentrale europäische Verkehrsachse brauchen wir mehr als einen kurzfristigen Ersatz“, sagte Meyer. Er sehe in der Tunnellösung viele Vorteile. „Ich hätte die Probleme gerne vermieden, aber den Erhalt der Infrastruktur hat die vorherige Regierung versäumt“, so der Minister. „Der Verkehr ist unsere Zukunft und wir müssen verantwortungsbewusst damit umgehen.“ Die Finanzierung der Infrastruktur müsse neu durchdacht werden. Insbesondere müssten Lkw stärker zur Finanzierung herangezogen werden.

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