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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 02:57 Uhr

TÜV: 66 % schaffen’s beim ersten Mal

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Gros der Pkw bekommt beim ersten Termin die TÜV-Plakette / 54 Prozent aller Fahrzeuge mängelfrei / 33 Prozent mit erheblichen Mängeln

von
erstellt am 28.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Über 66 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Eckernförde die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Bei mehr als 54 Prozent fanden sich gar keine Mängel am Wagen. Andererseits mussten die TÜV-Experten bei 33 Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel feststellen. Diese mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das Nummernschild und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher war kein Fahrzeug. Das ist das Ergebnis der TÜV-Auswertung der Hauptuntersuchungen in Eckernförde.

Und noch zwei Zahlen aus der TÜV-Statistik: Der durchschnittliche Pkw, der an der TÜV-Station geprüft wurde, war 9,4 Jahre alt und hatte mehr als 115 000 Kilometer auf dem Tacho. Insgesamt konstatieren die TÜV Nord-Sachverständigen auch für die aktuelle Statistik einen gegenläufigen Trend: Einerseits steigt die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln deutlich an, andererseits gibt es aber auch immer mehr Fahrzeuge, die völlig mängelfrei sind. Diese „TÜV-Mangelschere“ beobachten die Sachverständigen schon seit langem. Allerdings ist der Anstieg der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln in diesem Jahr nur bedingt auf den schlechteren Zustand der Autos zurückzuführen. Vielmehr wird bei den TÜV-Prüfungen aktuell nach den Vorgaben der HU 2012 gearbeitet, die eine veränderte und vereinheitlichte Mängeleinstufung mit sich brachte, und bei der einige vormals geringe Mängel jetzt als erhebliche Mängel eingestuft werden.

Die Mängelentwicklung erläutert der Leiter der TÜV-Station in Eckernförde, Ralf Tilly: „Die Hersteller bauen im Prinzip gute Autos, die eigentlich auch nach vielen Jahren noch ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können. Leider kümmern sich aber zahlreiche Autofahrer nicht genug um die Wartung und die Pflege ihres Fahrzeuges. Sie lassen aus Bequemlichkeit oder aus Kostengründen regelmäßige Termine zur Inspektion oder Instandhaltung verstreichen und checken ihr Auto auch nicht selbst vor Fahrtantritt. Dann können schnell Mängel auftreten. Wer sich ein wenig um sein Auto kümmert und es in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der TÜV-Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen“.

Auch die Mängelgruppen deuten darauf hin, dass viele Autofahrer sich oftmals nicht um den sicheren Zustand ihres Fahrzeuges kümmern. Die Mängelgruppe „Licht, Elektrik“ liegt in der Statistik immer noch weit vorne – und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Oftmals werden sogar mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Aber: Die Mängelquote in diesem Bereich ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Insgesamt ergibt sich in der Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen: „Licht, Elektrik“, „Bremsen“, „Umweltbelastung“ und „Achsen, Räder reifen“.

Je älter die Fahrzeuge werden, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine TÜV-Plakette bekommen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als verschleiß- und damit mängelursächlich anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei 49 825 und bei den Elfjährigen bei 138 534 Kilometern.

Wer noch mit einer orangenen TÜV-Plakette unterwegs ist, sollte sich schnellstens einen Termin beim TÜV geben lassen. Mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen Plaketten‘ auf Blau, und dann ist schon farblich erkennbar, dass der TÜV Termin überzogen wurde. Dann ist nach spätestens zwei Monaten ein Bußgeld fällig, später kommen noch Punkte in Flensburg dazu.

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