3. Handball-Liga FRAUEN : TSV Owschlag möchte sich oben festbeißen

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30. November 2013, 06:36 Uhr

Man schätzt erst, was man einmal hatte, wenn man es verloren hat. Ein Gefühl, das die Handballerinnen des TSV Owschlag gar nicht erst kennenlernen wollen. Ihnen gefällt die Höhenluft in der 3. Liga Ost so gut, kampflos verabschieden sie sich nicht eine Etage tiefer. Die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz will sich partout nicht aus der Spitzengruppe vertreiben lassen. Auch nicht vom Juniorteam des HC Leipzig, das heute Nachmittag seine Visitenkarte in der Owschlager Sporthalle (17 Uhr) abgibt. „Jetzt haben wir uns zum Ende der Hinrunde oben festgebissen, jetzt wollen wir auch da bleiben“, sagt Peetz voller Selbstvertrauen in die eigene Stärke: „Wir haben oft genug gezeigt, was wir leisten können. Wenn wir unser Potenzial abrufen, schlagen wir auch Leipzig.“

Nur zwei Punkte beträgt der Rückstand des TSV auf Tabellenführer Travemünde. Heute können die Gastgeberinnen beweisen, dass sie in der Lage sind, ein echtes Spitzenteam der 3. Liga in die Schranken zu weisen. Bislang reichte es „nur“ in Henstedt-Ulzburg zu einem – zugegeben – überragenden Auswärtssieg. Gegen Buxtehude, Frankfurt und Oschatz, alles Teams aus der oberen Tabellenhälfte, musste der TSV Niederlagen einstecken.

Leipzig wird mit einer blutjungen Truppe anreisen. Ob diese mit Bundesliga-erfahrenen Akteuren aufgefüllt wird – die 1. Liga pausiert wegen der Weltmeisterschaft – weiß Peetz nicht. Grundsätzlich spiele es aber keine Rolle: „Wir haben uns auf Leipzig normal vorbereitet, spekulieren nicht damit, dass Erstliga-Spielerinnen auflaufen“, berichtet der Coach.

Trotz der Drucksituation sollen seine Spielerinnen versuchen, die heutige Partie zu genießen: „Von Spiel zu Spiel arbeiten wir daran, den Kopf frei zu bekommen.“ In manchen Spielphasen verkrampfe seine Mannschaft noch zu sehr. Die Kopf-durch-die-Wand-Strategie ist nicht Peetz’ Philosophie.

Ein Abstecher in die Owschlager Halle lohnt sich heute doppelt. Vor der Drittliga-Partie muss die A-Jugend in der Oberliga ran (14.45 Uhr) – wahrscheinlich aber ohne Jill Sievert und Raphaela Steffek, die beide für das Frauenspiel geschont werden, dafür aber mit Kira Meenke und Jenny Behrend. Nicht zum Einsatz kommt Alke Trceziok. Die Linkshänderin hat sich in Wismar die Strecksehne im Daumen gerissen und fällt mindestens zwei Monate aus.

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