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3. Handball-Liga, Frauen : TSV Owschlag im Angriff hui – in der Abwehr aber pfui

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Wenn man 33 Tore in eigener Halle gegen eine Mannschaft wie den HC Leipzig II wirft, kann man vorne nicht viel verkehrt gemacht haben. Wenn man allerdings hinten 36 kassiert, ist in der Abwehr irgendwas schief gelaufen. So erging es den Handball-Frauen des TSV Owschlag in der 3. Liga Ost. Mit 33:36 (16:18) verlor das Team von Trainer Rainer Peetz. Das Problem: Die Deckung lud zum Tag der offenen Tür ein. „Wir waren oft einen Schritt zu spät dran und hatten gedanklich keinen Zugriff“, erläutert der Coach. Sein Fazit: im Angriff hui, in der Abwehr pfui.

Es war ein Kampf gegen Windmühlen. So zielsicher die Owschlager Schützen auch trafen, so nachlässig agierten sie in der Defensive. Die Torhüterinnen – Peetz wechselte alle drei Keeperinnen Sophie Fasold, Janine Becker und Johanna Wichelmann ein – standen häufig auf verlorenem Posten, wurden aber auch von ihren Vorderleuten im Stich gelassen.

Zu allem Überfluss droht wieder eine wichtige Torschützin längerfristig auszufallen. Nach 20 Minuten endete die Partie für Raphaela Steffek, die mit einer Bänderverletzung – vermutlich einem Bänderriss – nicht mehr weiterspielen konnte. Jenny Behrend und Jill Sievert teilten sich den Rest des Spiels die Aufgabe auf Halbrechts.

„Angesichts unseres dünnen Kaders ist die Verletzung von Raphaela eine kleine Katastrophe“, stöhnt Peetz, dem für die nächsten Partien nur noch acht Feldspielerinnen zur Verfügung stehen, da auch Alke Trceziok mehrere Wochen gezwungen ist zu pausieren.

Gegen Leipzig kam hinzu, dass die gut aufgelegte Franziska Peters nach 15 Minuten einen Schlag in die Magengrube erhielt und kurzzeitig raus musste. Sie fand danach nie wieder zu ihrer Anfangsform zurück. Anders dagegen Anita Ewert vom Kreis: Sie legte 60 Minuten lang eine nahezu 100-prozentige Wurfquote an den Tag. Auch Greta Stolley war mit ihren 13 Toren ein wichtiger Faktor im Owschlager Angriffsspiel.

Was allerdings überhaupt nicht funktionierte, war das Überzahlspiel der Gastgeberinnen. Statt eigene Treffer zu erzielen, kassierte der TSV mit einer Frau mehr auf dem Feld Gegentore. „Unser Überzahlspiel war extrem schlecht“, stellt Peetz ernüchternd fest. Beim Stand von 23:23 (39.) glich Jill Sievert das letzte Mal aus, danach lag der Gast aus Leipzig bis zum Abpfiff vorn.

Für den dezimierten TSV wird es jetzt nicht leichter, oben in der Tabelle dran zu bleiben. Am kommenden Wochenende gastiert Tabellenführer Travemünde in Owschlag – eine Herkulesaufgabe für die verbliebenen acht Feldspielerinnen.

TSV Owschlag: Fasold, Becker, Wichelmann – Stolley (13/8), Zadow (1), Ewert (8), Peters (6/1), Steffek, Kueppers (2), Sievert (3), Trceziok, Meenke, Behrend


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