Trotz Wahlsieg: HWG noch ohne Bürgermeisterkandidat

Auf der Bühne: Musikerin Gesche Clasen im Rampenlicht. Bei der Kommunalwahl gab es für die SPD-Frau eine herbe Schlappe. Foto: Rit
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Auf der Bühne: Musikerin Gesche Clasen im Rampenlicht. Bei der Kommunalwahl gab es für die SPD-Frau eine herbe Schlappe. Foto: Rit

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27. Mai 2013, 03:59 Uhr

Haby | Katerstimmung gestern Abend bei der SPD auf dem Rüter-Hof. Den bei der Wahl 2008 noch errungenen fünften Sitz mussten die Sozialdemokraten jetzt wieder an die Wählergemeinschaft (HWG) abgeben. Mit fünf zu vier Sitzen hat die HWG nun die Mehrheit, den Bürgermeister zu stellen. "Ich bin herbe enttäuscht", sagte Spitzenkandidatin Gesche Clasen gestern unserer Zeitung. Eigentlich wollte sie die Nachfolge von Karl-Heinz Rüter antreten, doch das wird jetzt eng. "Allein zehn Wähler haben mich auf dem Wahlzettel angekreuzt, wollten mich als Bürgermeisterin, die weiteren vier Kreuze für unsere Partei blieben aber aus", sagte sie. Andere Wähler kreuzen sie und einen HWG-Kandidaten an. "Diese Stimmen fehlten am Ende", so die Musikern. Dabei hätte sie bei zahlreichen Hausbesuchen immer wieder darauf hingewiesen, doch bitte alle fünf Kreuze der SPD zu geben. So siegte am Ende die HWG mit 737 zu 696 Stimmen.

HWG-Spitzenkandidat Carsten Wandrowsky hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nicht als Bürgermeister zu Verfügung zu stehen. Auch gestern Abend bestätigte er trotz seines hervorragenden Ergebnisse, definitiv nicht als Gemeindechef zu kandidieren. "Wir werden jetzt intern besprechen, ob ein anderer Gewählter bereit wäre", sagte Wandrowsky auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung.

Ob sich Gesche Clasen mit den Stimmen der HWG-Gemeindevertreter zur neuen Bürgermeisterin wählen lassen würde, falls sich aus deren Reihen keiner findet, der die Verantwortung übernimmt, bleibt allerdings abzuwarten. "Ich bin nicht generell abgeneigt, werde das aber noch mit der Fraktion beraten", betonte sie.

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