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Nur 60 Prozent : Trotz Mehrheit: Petersen nimmt Wahl nicht an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freiwillige Feuerwehr Osdorf steht ohne Wehrführer da / Außerordentliche Versammlung in drei Monaten

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 14:58 Uhr

„Ich nehme die Wahl nicht an“ - diese Worte kamen Karl-Heinz Petersen schwer über die Lippen, als es am Freitag in der Diele des Landhauses Hammerich darum ging, den Gemeindewehrführer für die nächsten sechs Jahre zu wählen. Und einige der rund 60 Gäste waren überrascht, konnte Petersen mit 23 der 37 gültigen abgegebenen Stimmen doch die Mehrheit für sich verbuchen. Auf seinen Gegenkandidaten Ingo Schmittendorf fielen 14 Stimmen. Dennoch blieb Petersen, der das Amt zwölf Jahre inne hatte und auch gern weiter gemacht hätte, bei seiner Entscheidung.

Auf einer Aussprache im Vorfeld der Jahresversammlung im November hatte Petersen schon angekündigt, dass er nur weitermachen wolle, wenn mindestens 75 Prozent der anwesenden Kameraden hinter ihm stehen. Dass überhaupt ein Gegenkandidat zur Wahl stehe, habe er erst vor kurzer Zeit erfahren, so Petersen weiter. „Ich wollte ein klares Votum und die Wehr mit einer guten Mehrheit führen. Das sind nur rund 60 Prozent. Damit stehe ich nicht mehr zur Verfügung“, erklärte er. Nun wird auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die laut Satzung in drei Monaten einberufen wird, über das weitere Vorgehen und die neue Wehrführung entschieden werden müssen. Petersens Stellvertreter Ulf Schmidtchen wurde bei einer Gegenstimme wieder gewählt und nahm das Amt an. Kassenwart bleibt Carsten Lück.

Schwerwiegend war Petersens Entscheidung vor allem, weil für die Osdorfer Wehr in diesem Jahr einige große Punkte auf der Agenda stehen: Neben der intensiven Mitgliederwerbung und der Weichenstellung für die Neuanschaffung eines Fahrzeugs, wird die Brandschützer vor allem das Jubiläum zum 125-jährigen Bestehen beschäftigen, das am 22. August mit einem Kommers und am 23. August mit einem Fest gefeiert werden soll. Gleichzeitig wird hier der Amtsfeuerwehrtag ausgerichtet. „Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren“, berichtete Petersen. Darüber hinaus sollte über die Teilnahme an der Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 4 abgestimmt werden. Diese Entscheidung wurde aufgrund der ungeklärten Wehrführersituation aber auf das Jahr 2015 verschoben.

Unter den Gästen der Versammlung waren neben einigen Wehrführern aus den Nachbargemeinden auch Amtswehrführer Jochen Bromann, Pastor Thomas Heik, zahlreiche Gemeindevertreter und Bürgermeister Joachim Iwers. Er zeigte sich überrascht über den Ausgang der Wahlen. „Er hat eine satte Mehrheit und viel Erfahrung, damit hätte er gut weitermachen können“, erklärte er. Auch Karl Keffel, Sprecher der Ehrenabteilung, bescheinigte dem Wehrführerteam außergewöhnlich gute Arbeit in den vergangenen Jahren.

Die Freiwillige Feuerwehr Osdorf zählt 44 aktive Mitglieder, darunter 26 Atemschutzträger. In der Ehrenabteilung sind derzeit 20 Mitglieder. Die aktive Jugendfeuerwehr, unter der Leitung von Jan Hoffmann, betreut 18 Jugendliche. Vier davon - nämlich Hanna Sophie Mundt, Christina Schustereit, Marek Hein und Maverick Wohlfarth - wechselten am Freitag zu den Aktiven. Florian Holzer hat bereits sein erstes Jahr hinter sich und wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Hohe Ehrungen standen ebenfalls an: Seit 60 Jahren ist Werner Becker bei der Freiwilligen Feuerwehr, 50 Jahre ist Erwin Scharunge dabei und die Nadel für die 40-jährige Mitgliedschaft ging an Jürgen Jöhnk. Die Auszeichung mit dem Goldenen Brandehrenzeichen, die in diesem Fall ansteht, wird auf der Jubiläumsfeier vorgenommen. Ebenso die Auszeichnung mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft, die sich Bernd und Wilfried Schmökel sowie Bernd Meyer verdient haben. Für 30 Jahre wurden geehrt: Kay Kohlmorgen, Carsten Lück, Ulf Schmidtchen und Bernd Wiese. Seit 20 Jahren dabei sind Sascha Gonell, Benjamin Runge, Eggert Steffen, Martin Struck und Stefan Hahn. Seit zehn Jahr Mitglied sind Sven Ole Jannichsen und Timo Scharunge. In die Ehrenabteilung wechselten Eckehardt Boeck und Bernd Wiese.

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