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Tennis : Trotz Grippe – Louisenlund sichert sich Qualifikation zur Tennis-Nordliga

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Vorzeichen standen alles andere als gut. Im Endspiel um die Meisterschaft in der Tennis-Landesliga gegen Flensburg fehlten dem SV Louisenlund beide Top-Spieler. Dennoch gab es am Ende lautstarke Jubelgesänge.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Fleckeby | „Alle Vorzeichen sprachen gegen uns. Dass wir dennoch den Titel geholt haben, spricht für eine tolle Mannschaftsleistung. Letztlich ist der Titel auch nicht unverdient“, ist Louisenlunds Teamkapitän Alexan-der Simon voll des Lobes über die Leistung seines Team im Endspiel um die Landesmannschaftsmeisterschaft gegen den bis dahin ungeschlagenen Nordrivalen vom Flensburger TC.

Die Tabellensituation am letzten Spieltag war klar. Das Internatsteam, mit zwei Minuspunkten vom ersten Spieltag gegen Suchsdorf belastet, stand in heimischer Halle in Fleckeby unter Siegzwang gegen die Flensburger, die sich im Saisonverlauf nur ein Remis leisteten. Der dennoch aufgrund der Spielstärke des Louisenlunder Kaders herrschende Optimismus erhielt im Laufe der Woche aber erhebliche Dämpfer. Mit Spitzenmann Björn Petersen und der Nummer zwei, Bane Jovanovic, fielen beide Topleute wegen Grippe aus. An einen Einzelauftritt von Simon im Einzel war aufgrund seiner hartnäckigen Achillessehnenverletzung auch nicht zu denken.

Aufreibend begann die Partie schon in der ersten Einzelrunde. Jan-Christoph Bollmann und Ersatzmann Alexander Lamprecht legten mit Satzverlusten einen Fehlstart hin. Die Felle schienen den Gastgebern früh davon zu schwimmen. Doch beide Spieler sicherten sich die zweiten Durchgänge. Im Matchtiebreak behielten beide die Nerven und siegten 10:8 und 10:7. Einen ganz starken Auftritt hatte dabei der erstmals für Louisenlund im Einzel erfolgreiche Lamprecht gegen den favorisierten Philip Ewald. Die 2:0-Führung setzte die Gäste unter Druck. Die komfortable Ausgangslage war dahin. Im Spitzenspiel sorgte Tom Kruse (18) gegen Louisenlunds Matthias Rickertsen in zwei Sätzen für den Anschluss. Völlig unaufgeregt zeigte sich Sascha Möller, der gegen Malte Thorenz mit starker Laufleistung solide sein Pensum abspielt und dem Flensburger beim 6:4, 6:3 keine Chance ließ.

Trotz des 3:1 war noch nichts entschieden. So sah sich Simon veranlasst, sich selbst aufzustellen, um die Doppelkonstellation optimal zu gestalten. Das zweite Doppel mit Rickertsen/Möller ging glatt unter. Die Partie hing nun am ersten Doppel. Bollmann/Simons Sieg schien beim 6:1 und 5:3 sicher, bis der Faden riss. Plötzlich war mit 6:7 der Satz weg – und ein saisonentscheidender Matchtiebreak stand an. Hier behielten Routinier Simon und der immer sicherer auftretenden Bollmann mit 10:3 die Oberhand. Damit hatten die Louisenlunder die Flensburger noch abgefangen und ihre jahrelange Vorherrschaft im Norden untermauert. „Vielleicht haben die Flensburger in den Partien zuvor ihr Glück in den Matchtiebreaks aufgebraucht. Bis dahin hatten sie nur eine Partie im dritten Satz verloren“, ist sich Si-mon dennoch sicher, dass der Titelgewinn verdient ist.

Nun gilt es, für die Relegation alle Spieler gesund und fit zu bekommen, um den letzten Schritt zurück in die Nordliga zu gehen. Am 21. und 22. März trifft der SVL beim niedersächsischen Vizemeister an, der noch zu ermitteln ist.

Matthias Rickertsen – Tom Kruse 6:7, 1:6; Jan Christoph Bollmann – Johannes Kloster 4:6, 6:3, 10:8; Sascha Möller – Malte Alexander Thorenz 6:4, 6:3; Alexander Lamprecht – Philip Ewald 3:6, 6:3, 10:7; Bollmann/Simon – Kruse/Ewald 6:1, 6:7, 10:3; Rickertsen/Möller – Kloster/Thorenz 4:6, 2:6.

 

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