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festigung am Markt : Trinkwasser aus dem Wohld ist gefragt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinden Strande und Dänischenhagen treten dem Wasserbeschaffungsverband Dänischer Wohld bei. Für Altkunden bleibt der Preis stabil.

Der Wasserbeschaffungsverband Dänischer Wohld (WBV) festigt seine Position am Markt. Ab 2015 beliefert der WBV auch Strande und Dänischenhagen. Zum 1. Oktober 2015 treten die beiden Gemeinden dem Wasserbeschaffungsverband bei. Damit versorgt der WBV dann über 30 000 Menschen jeden Tag mit frischem Trinkwasser.

Zweieinhalb Jahre Verhandlungen liegen hinter Verbandsvorsteher Jürgen-Hermann Bornhöft, Strande und Dänischenhagen sowie den Kieler Stadtwerken, die noch bis Oktober nächsten Jahres die Strander und Dänischenhagener mit Wasser versorgen. Die Vertragsverhandlungen sind jetzt unter Dach und Fach, die Unterschriften stehen kurz bevor. 43 Kilometer Leitungsrohre in Dänischenhagen, 22 Kilometer Netz in Strande und 1700 Anschlüsse gehen dann in den Besitz des WBV über. Aufgrund der vollständigen Sanierung des Wasserwerks von 2007 bis 2013 verfüge diese über genügend Kapazitäten, um eine Versorgung zusätzlicher Kunden leisten zu können, versichert Bornhöft. Laut Gutachter sei auch genügend Grundwasser vorhanden, das mithilfe von fünf Brunnen aus 120 bis 180 Meter Tiefe gefördert wird.

Ein Kredit über sechs Millionen Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren soll die Erweiterung finanzieren. 1,5 Millionen Euro fließen in den Bau einer sechs Kilometer langen Hauptleitung von Surendorf nach Dänischenhagen und zwei Zuleitungen: von Altbülk nach Strande und von Postkamp (Altenholz) nach Dänischenhagen – die Restsumme ist für den Erwerb des Leitungsnetzes von den Kieler Stadtwerken gedacht. Trotz dieser Transaktion bleibt der Wasserpreis für die Altkunden stabil: „Altkunden werden dadurch überhaupt nicht belastet. Sie behalten den alten Preis“, macht der Verbandsvorsteher deutlich.

Die Kosten werden ausschließlich über den Preis der Neukunden aus Strande und Dänischenhagen getragen. Für sie gilt auch nach dem 1. Oktober 2015 weiterhin der Preis von 1,90 Euro pro Kubikmeter und eine Grundgebühr von 74,78 Euro pro Jahr – Beträge, die sie bisher an die Stadtwerke Kiel gezahlt haben. Zum Vergleich: Kunden des Wasserbeschaffungsverbandes Dänischer Wohld bezahlen pro Kubikmeter Wasser 1,02 Euro und als Grundgebühr 3,53 Euro im Monat.

Elf Gemeinden (Schwedeneck, Gettorf, Osdorf, Felm, Lindau, Neuwittenbek, Tüttendorf, Noer, Neudorf-Borstein, Strande und Dänischenhagen) sowie Teile von Holtsee (Hohenlieth), Altenhof (Aschau und Schnellmark) und Altenholz (Postkamp und Dehnhöft) gehören ab Oktober 2015 dem 1956 gegründeten Wasserbeschaffungsverband, damals noch Osdorf-Noer, an. Liefert der WBV zurzeit rund 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser an diese Kunden, steigt die Förderung ab 2015 um 21 Prozent an. „Diese höhere Auslastung schafft Synergieeffekte und garantiert die Stabilität der Arbeitsplätze unserer acht Mitarbeiter“, so Bornhöft.

Durch die Ausweitung der Kundschaft umgeht der WBV eine Situation, die alle Beschaffungsverbände feststellen: einen Rückgang im Wasserverbrauch und damit einhergegehend einen Rückgang der Einnahmen. Obwohl in den vergangenen Jahren 700 Anschlüsse hinzugekommen seien, sei der Verbrauch konstant geblieben, erklärt der Verbandsvorsteher. Ohne die Erweiterung hätte man irgendwann die Preise erhöhen müssen, erklärt der 73-Jährige, der seit 20 Jahren an der Spitze des WBV steht. Die Neukunden in Dänischenhagen und Strande werden im letzten Drittel 2015 über den Wechsel ihres Versorgers informiert, versichert Martina Tischmann, die mit Meike Berg für die Verwaltung und die Zahlen im WBV verantwortlich ist.

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erstellt am 10.Sep.2014 | 11:54 Uhr

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