Sehestedt : Trinkwasser aus 29 Metern Tiefe

Im neuen Wasserwerk: Matthias Wiese, Torsten Jürgens-Wichmann und sein Stellvertreter Martin John (von links).
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Im neuen Wasserwerk: Matthias Wiese, Torsten Jürgens-Wichmann und sein Stellvertreter Martin John (von links).

Gemeinde Sehestedt stellt ihr neues Wasserwerk vor. Rund 130 000 Euro wurden investiert

shz.de von
17. Dezember 2013, 07:41 Uhr

Bereits Mitte November war das neue Wasserwerk am Sportplatz in Sehestedt vom Gesundheitsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde abgenommen worden. Am Sonnabend stellte der Wasserversorgungsverein den Neubau mit zwei Brunnen für die Versorgung von etwa 800 Einwohnern der Öffentlichkeit vor.

„Weil der bisherige Brunnen Arftkamp nicht mehr genug Wasser lieferte und dieses auch erhöhte Belastungen durch den Pestizitrückstand Desphenylchloridazon aufwies, mussten wir einen neuen Brunnen suchen“, erklärte Torsten Jürgens-Wichmann, Vorsitzender der Wasserversorgung. Drei Erkundungsbohrungen Anfang März durch die beauftragte Brunnenbaufirma Wiese aus Gettorf hätten aber keine ausreichenden Grundwasservorkommen ergeben.

Erst der Hinweis des Gutsbesitzers Malte Ahlmann auf Wasservorkommen iM Bereich des Sportplatzes führte im Juni zum Erfolg. „Der Tipp war goldrichtig“, bestätigte der Brunnenbauer Matthias Wiese. Ab einer Tiefe von 29 Metern stießen die Bohrungen auf gutes Trinkwasser, das lediglich erhöhte Eisen- und Manganwerte aufweist. Man verlegte das Wasserwerk vom Arftkamp hierher. Das gesamte Inventar von den Kesseln bis zur Wasseraufbereitungsanlage wird weiter genutzt. Die Technik ist in einer neuen Fertiggarage neben dem Sportheim untergebracht.

130 000 Euro hat der Wasserversorgungsverein in das neue Wasserwerk investiert. Ob es zu direkten Auswirkungen auf den Trinkwasserpreis kommen werde, sei noch nicht abzusehen, sagte Jürgens-Wichmann. „Das müssen wir genau durchrechnen.“

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