Trennungsschmerz der Flüchtlinge

Sicheres Zuhause in Eckernförde: Mohammed Abotaleb ist aus dem Jemen geflüchtet, weil er von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) verfolgt wurde. Jetzt hofft er, dass seine Frau und seine drei Töchter bald nachkommen dürfen.
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Sicheres Zuhause in Eckernförde: Mohammed Abotaleb ist aus dem Jemen geflüchtet, weil er von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) verfolgt wurde. Jetzt hofft er, dass seine Frau und seine drei Töchter bald nachkommen dürfen.

Der Film „Elpida“ erzählt ein Flüchtlingsschicksal aus der Perspektive eines Taxifahrers aus Syrien, der seit zwei Jahren in Eckernförde lebt

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07. Dezember 2017, 11:20 Uhr

Eckernförde | Im Kommunalen Kino im „Haus“, Reeperbahn 28, wird am Sonnabend, 9. Dezember, um 18.30 Uhr in Kooperation mit dem Verein Umwelt Technik Soziales (UTS) der Dokumentarfilm „ Elpida“ gezeigt. Der Film erzählt die Geschichten geflüchteter Familien, denen in griechischen Lagern meist nicht mehr als die Hoffnung (griech. „Elpida“) auf eine Weiterreise und ein neues Leben bleibt. Der Fokus liegt auf dem Schicksal von Familien, die auf der Flucht voneinander getrennt wurden und nun vor den politischen und bürokratischen Herausforderungen einer Familienzusammenführung stehen.

So ergeht es auch dem mittlerweile in Eckernförde lebenden Flüchtling Mohamad Il Hamo. Er wurde von dem „Medienprojekt Wuppertal“ nach Griechenland begleitet, wo er seine Frau und Kinder in dem größten Flüchtlingslager seit dem Zweiten Weltkrieg besuchen will. Die Familie von Mohammed Il Hamo ist mittlerweile seit 14 Tagen in Deutschland, derzeit noch in Neumünster.Filmemacher Sebastian Bargfeld wird morgen Abend übrigens dabei sein.

Die Macher des Films wollen nicht nur den Alltag der Geflüchteten in den Camps aufzeigen, sondern deutlich machen, wie die Hoffnung auf das Wiedersehen mit ihren Familien diese Menschen miteinander verbindet. Hierdurch möchten sie mehr Verständnis für Menschen auf der Flucht schaffen, die neben ihrem Zuhause ebenfalls das Wichtigste im Leben verlassen mussten: ihre Familie.

Die Kino-Besucher haben im Anschluss an den Film die Möglichkeit zum Gespräch mit den Geflüchteten Mohamad Il Hamo und Mohammed Abotaleb, dessen Frau und drei Töchter derzeit in der jemenitischen Stadt Sanaa von Bürgerkrieg und Cholera bedroht sind.

Familienzusammenführung wird derzeit nicht nur bei der Regierungsbildung in Berlin heiß diskutiert. Es ist eine Kernfrage, ob die Integration Geflüchteter in die deutsche Gesellschaft gelingen kann.

Der Eintritt zur Veranstaltung im Discoraum der Kultur- und Medienwerkstatt „Das Haus“ ist frei. „Das Haus“ und UTS freuen sich über Spenden, die zweckgerichtet zur Unterstützung der Familienzusammenführung eingesetzt werden.

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