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Borgstedt wioll schöner werden : Treffpunkt zwischen Märchen, Rosen und Apfelbäumen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neben dem Seniorenzentrum und der Grundschule soll in Borgstedt ein Mehrgenerationengarten entstehen. Die Planungen haben jetzt begonnen.

von
erstellt am 22.Apr.2017 | 06:22 Uhr

Borgstedt | Viel Grün ziert im Moment noch die ein Hektar große Fläche nordöstlich des Cura Seniorencentrums in Borgstedt. Bald soll sich das Feld in einen Mehrgenerationengarten verwandeln. Geplant sind vier Märchenstationen, Bienenstöcke und eine kleine Schafweide. Auf der Gemeindevertretersitzung wurde nun beschlossen, dass eine Förderung der AktivRegion beantragt werden soll.

Die Idee zu der ungewöhnlichen Landschaftsplanung kam der Gemeinde bereits vor drei Jahren. „Wir haben damals die Jugendlichen aufgefordert, Ideen zur Dorfentwicklung zu äußern“, sagt Gero Neidlinger, Borgstedts Bürgermeister. Ein junges Mädchen hatte sich einen Platz gewünscht, an dem sie mit ihren Eltern gemeinsam einen Baum pflanzen kann, den sie wiederum später ihren Kindern zeigen könne. „Die Idee hat uns begeistert“, so der Bürgermeister. „Wir wollten das unbedingt aufgreifen.“ Nach mehreren Verhandlungen wurde nun in der Gemeindevertretersitzung ein konkretes Konzept für den Garten vorgelegt, der tatsächlich zum Teil von der Öffentlichkeit mitgestaltet werden soll.

Um das Zentrum des Gartens soll eine halbkreisförmige Baumreihe angelegt werden. „Wir möchten, dass die Bürger die Bäume dort spenden und pflanzen“, so Neidlinger. „Die Beteiligung unserer Einwohner ist uns besonders wichtig.“ Im Mittelpunkt des Projekts soll der Märchengarten stehen. Vier abgetrennte Bereiche sind hier jeweils einer Geschichte

der Gebrüder Grimm gewidmet: Schneeweißchen und Rosenrot, Rapunzel, Frau Holle und Sternentaler. Zum einen soll die Bepflanzung zu den Erzählungen passen. So sollen im ersten Abschnitt beispielsweise rote und weiße Rosenbüsche stehen sowie Weißdorn und Rotdorn. „Auf dem Abschnitt ‚Rapunzel‘ sollen um eine Wassermulde herum Ziergräser stehen und Apfelbäume gepflanzt werden.“ Zudem ist ein Lehmofen zum Brotbacken in der Diskussion. Außerdem wird auf jedem Abschnitt ein kleiner Kasten aufgestellt werden, in dem das jeweilige Märchen zum Vor- und Durchlesen zu finden ist. „Wir hoffen, dass sich Kinder, Erwachsene und Senioren gleicherweise über den Märchengarten freuen werden“, sagt Neidlinger. Neben den verschiedenen Bepflanzungen soll ein Bereich frei bleiben. Die Grasfläche soll zum einen als Hubschrauberlandemöglichkeit genutzt werden. „In der Vergangenheit kam es schon vor, dass der Hubschrauber auf dem Acker landen musste“, so Neidlinger. Damit wäre dann Schluss. „Außerdem werden wir mobile Tore anschaffen, damit die Fläche auch als Bolzplatz genutzt werden kann.“ In Kooperation mit einem Landwirt und einem Imker könnten außerdem Bienenvölker angesiedelt und eine kleine Schafweide angelegt werden. „Da müssen wir aber noch die Verhandlungen aufnehmen“, so Neidlinger. Auch bei der Pflege der Anlage sollen Kooperationen helfen. Zum einen ist daran gedacht, das angrenzende Seniorenzentrum ins Boot zu holen. Zum anderen wird überlegt, einen kleinen Teil durch die nahe liegende Grundschule beaufsichtigten zu lassen. „Man könnte einen Bereich als Schulgarten abgrenzen“, sagt der Bürgermeister. „Die Kinder könnten dann in Projektwochen zum Beispiel lernen wie man Feldsalat anpflanzt.“

Kosten soll das Großprojekt etwa 130  000 Euro. Die Gemeinde hofft nun darauf, dass das Projekt von der AktivRegion gefördert wird. Der Antrag soll in den kommenden Wochen gestellt werden. Der Baubeginn wird sich in das kommende Jahr verschieben. „Bis der Garten komplett fertig ist wird es noch rund fünf Jahre dauern“, so Neidlinger.

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