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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 00:15 Uhr

Pfadfinder : Treffen mit jungen Israelis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

30 Gettorfer Pfadfinder fahren ins Bundeslager nach Großzerlang. Dort kommen sie mit ihrer Partnergruppe aus Israel zusammen.

30 Pfadfinder vom Stamm St. Jürgen zu Gettorf und Schinkel brechen heute zum großen Bundeslager des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) nach Großzerlang an der Mecklenburgischen Seenplatte auf.

Das eigentliche Lager beginnt zwar erst am kommenden Mittwoch, allerdings werden die 13- bis 22-jährigen Pfadfinder die letzte Strecke von gut 40 Kilometern (ab Wittstock/Dosse) zu Fuß zurücklegen – mit Gepäck. Übernachtungen haben sie keine gebucht, sie haben ihre Kothen dabei und entscheiden spontan, wo sie übernachten. In Großzerlang treffen sie auf etwa 5000 weitere Pfadfinder, von denen rund 1000 aus dem Ausland kommen.

Das Motto des Lagers: „Estonteco – Lebe den Kontinent“. „Wir bevölkern eine bunte, lebendige, menschenwürdige, internationale, wissenshungrige, optimistische, utopische, kreative, legendäre, spirituelle, lebenswerte, ökologische und visionäre Zeltstadt“ heißt es in der Ankündigung des BdP.

Jede deutsche Gruppe konnte sich um eine Partnergruppe bewerben. Die Gettorfer Pfadfinder wollten eigentlich eine deutschsprachige Gruppe haben, da einige der jungen Mitglieder noch nicht so gut Englisch sprechen. Das hat nicht geklappt. So wird in der gemeinsamen Zeit mit der Partnergruppe nun doch Englisch gesprochen – und mit Händen und Füßen. Die Partnergruppe kommt aus Israel.

Wie kann der Umgang mit der ungewohnten Kultur gelingen, auch angesichts der gemeinsamen Vorgeschichte? Diese Frage stellten sich die Verantwortlichen im Pfadfinderstamm St. Jürgen und luden daher Pastor Dirk Schulz zu einem „Crashkurs Judentum“ ein. Themen waren der Holocaust und das heutige Israel. Er ermutigte die jungen Leute, unverkrampft auf ihre israelischen Altersgenossen zuzugehen.

Neben der Zeit im Lager werden die Gettorfer Pfadfinder mit ihrer 22-köpfigen israelischen Partnergruppe zwei Tage in Berlin verbringen. Geplant sind Besuche im Bundestag, im Jüdischen Museum und am Holocaust-Mahnmal. Daneben gibt es noch Zeit, die Stadt zu erkunden: Berlin ist bei jungen Israelis sehr angesagt.

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