zur Navigation springen

Benefizkonzert : Traumklänge für Marmorengel an der Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gelungenes Benefizkonzert für Engelsprojekt von Guna Scheffler in de Kirche zu Hütten.

Hütten | Ein wunderbares Konzert für eine wundervolle Vision – die fast 700 Jahre alte Hüttener Kirche war am Freitagabend gut besucht. Zugunsten eines Kunstprojektes der Bildhauerin Guna Scheffler fand ein Benefizkonzert statt. Die Künstlerin, die in ihrer Werkstatt auf Gut Altenhof arbeitet, hat mit ihrem besonderen Vorhaben bereits seit 2013 viele begeisterte Unterstützer gefunden.

Scheffler plant, in allen Anrainerstaaten der Ostsee Engelsplätze zu schaffen. Sie findet großen Zuspruch und so haben sich bereits die geeigneten Stellplätze für die über zwei Meter großen Engelsskulpturen aus Tessiner Marmor finden können. Die riesigen Blöcke werden aus dem Tessin nach Norditalien transportiert, dort zugeschnitten und vor Ort von Guna Scheffler mit Hammer, Meißel und Flex bearbeitet und in die gewünschte Form gebracht. Nach etwa einem Jahr täglicher intensiver Arbeit ist dann ein Engel fertiggestellt.

Über den ersten Engel, den „Zwei-Einigkeits-Engel“, konnte sich bereits die Gemeinde Reußenköge bei Bredstedt in Nordfriesland freuen. Der zweite nun fertiggestellte Friedensengel „Serafina“ soll auf dem Knivsberg in Dänemark aufgestellt werden. Weitere Engel werden in den nächsten Jahren auf der Insel Rügen, in Polen am Frischen Haff, in den baltischen Ländern Litauen, Lettland und Estland sowie in Finnland, Schweden, Norwegen und Russland ihre Plätze finden. Alle diese Staaten mit ihren unterschiedlichen Völkern, Rassen und Religionen haben auch eine Ostseeküste. Die Ostsee enthält sowohl das Süßwasser vieler großer Flüsse in diesen Ländern sowie Salzwasser aus der Nordsee.

Guna Scheffler verfolgt mit ihrer Vision, Engelsplätze in unterschiedlichen Ländern zu schaffen, ein Ziel: „Ich möchte ein friedliches Miteinander aller Menschen in aller Freiheit schaffen, völlig unabhängig, ob sie unterschiedlich denken und fühlen“, erklärt die Künstlerin. Die Engel symbolisieren dabei eine Verbindung des Menschen und der Natur mit dem Himmel. „Die Engelsplätze“, so beschreibt die Guna Scheffler, „stellen eine Gemeinschaft der Menschen her und sorgen als Fokuspunkte für ein liebevolles Miteinander von Mensch und Mitmensch, Mensch und Natur, Natur und Kultur. Das ist der Geist der Zeit.“

Dass sich besonders Musiker angesprochen fühlen, dieses Projekt mit ihren Darbietungen zu unterstützen, hat eine Bewandtnis. Denn durch die Musik und durch ein Konzert sollen die Menschen bewegt werden, mitzusingen, gemeinsam Freude zu erleben und sich schließlich mit einer kleinen finanziellen Geste selbst einzubringen. Daher hatten sich verschiedene norddeutsche Künstler auch spontan bereit erklärt, in der dafür zur Verfügung stehenden Hüttener Kirche ein Benefizkonzert zu veranstalten.

Diese Idee fand immensen Zuspruch und so war die Kirche gut besetzt. Nach der Begrüßung durch Pastorin Susanne Jensen und Kunstbildhauerin Guna Scheffler begeisterte Sabine Bevendorff mit ihrem Gesang das Publikum und lud zum Mitsingen ein. Gesang und instrumentalische Begleitung von Ayla B. Loy, Brigitte Bertram, Helmut Herzog, Dörte Paulsen, Rainer Dähling sowie dem Mitternachtschor Hütten und Guido Helmentag an der Orgel rundeten den musikalischen Abend ab.

Die Autokennzeichen auf dem Parkplatz verrieten, dass das Interesse an diesem klangvollen Projekt nicht nur in ostseenaher Region besteht – die Klänge für die Engel zogen auch Gäste aus Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg an.







zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen