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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 05:03 Uhr

Semesterbeginn : Traumberuf Polizist

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fachhochschule am Rehmkamp begrüßt 100 neue Anwärter für den Polizeidienst

von
erstellt am 06.Aug.2014 | 06:00 Uhr

100 Studierende hat Professor Hartmut Brenneisen, Dekan des Fachbereichs Polizei an der Verwaltungsfachhochschule (FHVD) Altenholz, zum Semesterbeginn am Rehmkamp in Empfang genommen. Für viele der 31 Frauen und 69 Männer ist das nicht die erste Berufsausbildung.

Daniel Callies (25) aus Lübeck wäre zum 1. August Beamter auf Lebenszeit geworden, wäre er bei der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern geblieben. Dort absolvierte er nach dem Abitur die Ausbildung für den Mittleren Dienst, war anschließend bei der Bereitschaftspolizei in Schwerin und im Streifendienst in Greifswald tätig. „Ich wollte was für die Gesellschaft machen“, begründet er seine Berufswahl. Außerdem waren ihm Teamgeist und Kameradschaft wichtig, und die seien bei der Polizei ausgeprägter als bei der Bundeswehr, sagt Callies, der seinen Militärdienst im Minensuchgeschwader leistete. Die Aussicht, irgendwann auch mal eine Führungsposition ausüben zu können, war es ihm wert, den Beamtenstatus in Mecklenburg-Vorpommern gegen einen Neuanfang in Schleswig-Holstein einzutauschen.

Auch Jan Paul Struwe aus Kiel entschied sich für ein weiteres Studium, obwohl er als Nautiker hätte Offizier der Handelsmarine hätte werden können. Die Joblage sei in dem Bereich jedoch eher schwierig, und er habe sich neben mehr Sicherheit nach mehr Kontakt mit Menschen gesehnt, erklärt der 24-Jährige. „Auf einem Handelsschiff hast du drei bis sechs Monate mit denselben 20 Leuten zu tun, wobei eine Führungsposition nochmal mehr isoliert“, sagt Struwe, der sich für einen späteren Einsatz bei der Wasserschutzpolizei entschieden hat. „Ich erwarte eine anspruchsvolle Ausbildung und eine interessante, verantwortungsvolle Tätigkeit“, so der Nautiker.

Auch Monia Hahler aus Kiel bringt schon eine Ausbildung mit: Die 28-Jährige schwankte nach dem Abitur zwischen Polizei und Sportwissenschaften, entschied sich zunächst für Letzteres und arbeitete anschließend in einer Sportagentur. Mit Blick auf die Sicherheit in der beruflichen Zukunft beschloss sie, den Beruf noch einmal zu wechseln und wählte die Laufbahn für die Kriminalpolizei. „Ich gehe nicht blauäugig an die Sache ran, ohne Angst, aber mit Respekt“, betont die junge Frau, die sich neben einer abwechslungsreichen Tätigkeit gute Aufstiegschancen erhofft.

Die sieht Lena Marie Bergfeld (21) aus Rendsburg ebenso für sich. Nach dem Abitur ging sie ein Jahr ins Ausland, machte dann ein Praktikum auf der Wache in Rendsburg und bewarb sich für das Studium an der FHVD. Von Mensch zu Mensch zu arbeiten, im direkten Kontakt, das gefällt ihr an der Arbeit der Schutzpolizei. Auch für Philipp Ehlers aus Elmshorn gab ein Praktikum den Ausschlag für den Weg nach Altenholz: „Ich hab mich da in den Beruf verliebt“, sagt der 19-jährige, der den Einsatz bei der Kriminalpolizei anstrebt. Sein Traum ist es allerdings, im Anschluss an die Ausbildung nach Amerika auszuwandern und dort seinen Dienst zu verrichten, denn er spielt leidenschaftlich American Football.

Diese fünf stünden exemplarisch für die hervorragend qualifizierten Anwärter, die für das Polizeistudium in Schleswig-Holstein gewonnen werden konnten, betont Brenneisen. Viele brachten ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit, und auch das Niveau der Schulabsolventen sei sehr gut. „Ich bin begeistert vom Potenzial und von der Motivation unseres Nachwuchses und freue mich auf die Lehre in den neuen Studiengruppen des Fachbereichs Polizei“, kündigt Brenneisen an.

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