Sport und Bewegung : Trainingsstart fürs Sportabzeichen

Elsbeth Hermann hat zum 25. Mal das Sportabzeichen absolviert.
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Elsbeth Hermann hat zum 25. Mal das Sportabzeichen absolviert.

Beim Wittenseer SV hat das regelmäßige Training für das Deutsche Sportabzeichen wieder begonnen. Einige Disziplinen werden in Eckernförde auf dem Sportplatz am Pferdemarkt geübt.

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14. Juni 2014, 06:00 Uhr

Groß Wittensee | Mit 118 Teilnehmern, die die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen erfolgreich ablegten, belegte der Wittenseer SV (WSV) den ersten Platz im Kreis Rendsburg-Eckernförde unter den Vereinen bis 500 Mitglieder. Dafür wurde der Verein vom Kreissportverband ausgezeichnet. 118 erfolgreiche Athleten – das ist der bisherige Rekord beim WSV.

Nun ist die neue Sportabzeichensaison in Groß Wittensee gestartet. Bis Ende August bietet der WSV jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr Training für das Deutsche Sportabzeichen auf dem Sportplatz am Pferdemarkt in Eckernförde an. Mitmachen können Sportler ab sechs Jahren. Eine Mitgliedschaft in einem Sportverein ist nicht notwendig. Den Sportlern stehen die Prüfer Helmut Proell, Friedhelm Hollmann, Elsbeth Hermann und Jorg Prasse zur Seite, geben Tipps und nehmen die Prüfungen ab.

Wer das Sportabzeichen bestehen möchte, muss sein sportliches Können in vier Kategorien unter Beweis stellen: Im Bereich Ausdauer können sich die Teilnehmer aussuchen, ob sie beispielsweise drei Kilometer auf der Bahn laufen, eine zehn Kilometer lange Strecke laufen oder siebeneinhalb Kilometer beim Walken oder Nordic Walking zurücklegen wollen. Auch 20 Kilometer Radfahren ist möglich. In der Kategorie Kraft gibt es zum Beispiel die Disziplinen Medizinball, Kugelstoßen, Standweitsprung und Geräteturnen. Das Geräteturnen kann auch als Disziplin im Bereich Schnelligkeit absolviert werden. Zu dieser Disziplingruppe gehören unter anderem Sprint, 25 Meter Schwimmen und 200 Meter Fahrradfahren mit fliegendem Start. Die vierte Kategorie ist Koordination, in der Hochsprung, Schleuderball, Weitsprung und Seilspringen zur Auswahl stehen. Zudem müssen die Sportler einen Nachweis erbringen, dass sie schwimmen können. Für Menschen mit Behinderungen gelten gesonderte Maßstäbe. Helmut Proell und Friedhelm Hollmann haben eine spezielle Ausbildung, um auch Sportlern mit Handicap die Prüfungen für das Sportabzeichen abnehmen zu können.

Weil sie in Groß Wittensee nicht die Möglichkeit haben, einige Disziplinen wie Hochsprung oder Kugelstoßen anzubieten, fahren die Groß Wittenseer nach Eckernförde. „Zuhause“ wird zum Beispiel die Disziplin Radfahren absolviert, zum Schwimmen geht es nach Rendsburg.

Zum 25. Mal hat Elsbeth Hermann im vergangenen Jahr ihr Sportabzeichen absolviert. Kugelstoßen und Hochsprung sind ihre Lieblingsdisziplinen. „Das kann ich am besten“, sagt die Groß Wittenseerin. Laufen gefällt ihr nicht so gut: „3000 Meter in der Runde laufen, ist nichts für mich“, sagt sie. Elsbeth Hermann walked lieber. Das macht sie das ganze Jahr über ein bis zwei Mal in der Woche. „Dann fällt einem das nicht schwer.“

Friedhelm Hollmann hat keine Lieblingsdisziplinen: „Ich mache alles gerne“, sagt der 73-Jährige, der im vergangenen Jahr zum 50. Mal das Deutsche Sportabzeichen bekam und dafür vom Landessportverband ausgezeichnet wurde. Das Laufen ist seine Stärke. Er nimmt an Wettkämpfen über 800 bis 10 000 Meter auf der Bahn teil. Im Training läuft er zweimal in der Woche sieben bis zwölf Kilometer durch den Wald. „Aus Spaß an der Freude“ absolviert er das Sportabzeichen. Sein 51. hat er bereits fest im Blick.


> Informationen gibt es bei Helmut Proell, Tel. 04356/553.

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