bestürzung in rieseby : Tragisches Zugunglück in Basdorf

Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Kriminal- und Bundespolizei waren gestern Vormittag vor Ort zwischen dem Riesebyer Bahnhof und dem Bahnübergang Basdorf. 22 Fahrgäste, darunter acht Kinder, mussten im Regionalzug Richtung Flensburg über zwei Stunden ausharren, ehe ein Ersatzlokführer den Zug in den Riesebyer Bahnhof fuhr, wo sie den Zug verlassen konnten.
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Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Kriminal- und Bundespolizei waren gestern Vormittag vor Ort zwischen dem Riesebyer Bahnhof und dem Bahnübergang Basdorf. 22 Fahrgäste, darunter acht Kinder, mussten im Regionalzug Richtung Flensburg über zwei Stunden ausharren, ehe ein Ersatzlokführer den Zug in den Riesebyer Bahnhof fuhr, wo sie den Zug verlassen konnten.

Am Freitag Vormittag ereignete sich ein tödlicherUnfall am Bahnübergang Basdorf. Die Zugstrecke Eckernförde – Rieseby musste für zwei Stunden gesperrt werden.

shz.de von
03. Juli 2015, 04:39 Uhr

Ein tragisches Zugunglück am Bahnübergang Mühlenweg überschattete gestern Vormittag das Geschehen in Rieseby. Um 9.27 Uhr kam es am unbeschrankten Bahnübergang aus bisher ungeklärten Gründen zu einem Zusammenstoß zwischen der Regionalbahn Richtung Flensburg und einem Mann (58), der bei dem Zusammenprall ums Leben kam. Nach Auskunft der Polizei stammt der Verunglückte aus Rieseby. Die Ermittlungen der Bundespolizei gehen auch in Richtung Suizid.

Um 9.30 Uhr ertönte die Sirene in der Gemeinde. Kurz darauf rückten sowohl die Feuerwehrmänner aus Rieseby als auch aus Zimmert unter der Leitung von Gemeindewehrführer Heiko Hoop an den Unglücksort. Kräfte der Bundespolizei, der Feuerwehr Eckernförde und der Landespolizei waren ebenfalls vor Ort wie ein Rettungswagen. Die Einsatzleitung hatte der Notfallmanager der Deutschen Bahn inne. Nach Auskunft von Hanspeter Schwartz, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Flensburg, beträgt die Zuggeschwindigkeit auf diesem Streckenabschnitt maximal 80 Kilometer in der Stunde. Der Zug stand auf freier Strecke zwischen dem Riesebyer Bahnhof und dem Bahnübergang Basdorf. Außer der Zugführerin (Mitte 30) befanden sich 27 Fahrgäste im Zug. Unter den Reisenden waren acht Schulkinder. Sie harrten im Zug aus. Ein Ersatzlokführer musste angefordert werden, der den Zug in den Riesebyer Bahnhof fuhr. Dort hatte die Bahn einen Busnotverkehr für die Fahrgäste eingerichtet. Die Zugführerin steht unter Schock.

Am Unglücksort fanden die Beamten ein Herrenfahrrad vor, das aufgrund der Aussage einer Zeugin dem Verunglückten zugeordnet werden konnte.

Ein derartiges Unglück habe er in seinen 14 Dienstjahren in Rieseby noch nicht erlebt, sagte Polizeihauptkommissar Stefan Neumeister von der Polizeistation Rieseby. Gemeinsam mit Polizeihauptmeister Bernd Petersen war er einer der ersten Beamten am Unglücksort.

Aufgrund des Unfalls blieb die Bahnschranke am Bahnübergang in der Dorfstraße gesperrt. Infolgedessen bildete sich ein langer Rückstau. Dieser wurde nach einer halbe Stunden aufgelöst, da die Bahn zeitweise grünes Licht für ein Umfahren der Schranken gegeben hatte. Polizeibeamte regelten den Verkehr. Nach Auskunft der Bundespolizeiinspektion Flensburg war die eingleisige Bahnstrecke von 9.27 Uhr bis 11.25 Uhr für den Zugverkehr gesperrt.

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