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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 07:22 Uhr

Proteste : Touristik sagt Luftballon-Aktion ab

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eigentlich wollte die Touristik mit Kindern 500 Luftballons steigen lassen, doch es gab zu viele Beschwerden.

von
erstellt am 17.Dez.2016 | 05:52 Uhr

Die Ankündigung der Luftballon-Aktion am 4. Advent unter dem Motto „Luftpost für den Weihnachtsmann“ hat für spürbare Aufregung hinter den Kulissen gesorgt. Es gab nicht nur kritische Leserbriefe zum Steigenlassen von 500 mit Helium gefüllte Luftballons, die dann zu Plastikmüll werden, sondern auch diverse Mails an den Veranstalter, die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH. Das bestätigte Geschäftsführer Stefan Borgmann auf Anfrage unserer Zeitung. Borgmann hat daraus die Konsequenzen gezogen und die Veranstaltung am Sonntag, 18. Dezember, um 14 Uhr auf dem Rathausmarkt offiziell abgesagt. Da allerdings schon Wunschkärtchen ausgefüllt worden sind und eventuell auch am Sonntag weitere Kinder zum Rathausmarkt kommen, möchte der Touristik-Chef ihnen den Spaß nicht verwehren: Die Weihnachtswünsche werden gesammelt, kommen in einen umweltverträglichen Jutesack und werden an den Weihnachtsmann geschickt. Außerdem gibt es für die Kinder Naschereien.

„Wir hätten die Luftballons zwar steigen lassen können, weil sie nach etwa drei Wochen vollständig abbaubar sind, die Schnüre sind innerhalb von Tagen abgebaut, aber wir wollten eine Konfrontation vermeiden“, sagte Stefan Borgmann. Er habe damit kein Problem, „das ist vollkommen in Ordnung“, zeigt er Verständnis für die geäußerten Bedenken. Zumal die Ratsversammlung am Donnerstagabend gerade die Satzung zur Müllvermeidung beschlossen hat.

Mehrere Leser haben in Leserbriefen und persönlichen Mails an die Touristik auf das Problem hingewiesen und die Veranstaltung kritisiert. „Mittlerweile müssten doch alle Menschen, insbesondere die Umweltstadt Eckernförde, wissen, wie schädlich und qualvoll todbringend diese Luftballons sind. Es ist mir unbegreiflich, wie eine solche umweltschädigende Aktion dazu noch mit Kindern von der Eckernförder Touristik veranstaltet werden kann. Wir müssen den Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt und insbesondere in die Meere unbedingt vermeiden“, schrieb beispielsweise das Eckernförder Nabu-Vorstandsmitglied Felix Rolf.

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