Neuer Chef mit 43 Jahren : Torge Indinger neuer Leiter am BBZ

Torge Indinger aus Rieseby ist seit November neuer Leiter des Berufsbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde, Standort Eckernförde.
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Torge Indinger aus Rieseby ist seit November neuer Leiter des Berufsbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde, Standort Eckernförde.

Der Riesebyer hat im November die Leitung des Berufsbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde in der Fischerkoppel übernommen. Abi auf dem zweiten Bildungsweg.

shz.de von
04. Januar 2018, 06:51 Uhr

Eckernförde | Von dem Besuch der Gudewerdtschule über das Abitur am Berufsbildungszentrum in Rendsburg zum stellvertretenden Schulleiter des Berufsbildungszentrums Rendsburg-Eckernförde (BBZ) – der schulische und berufliche Werdegang Torge Indingers ist das beste Beispiel dafür, dass beruflicher Erfolg nicht unbedingt von dem Besuch eines Gymnasiums im Anschluss an die Grundschulzeit abhängt, sondern auch ein Abitur an einer Berufsschule gute Berufsaussichten ermöglicht. Indinger ist seit November neuer Leiter des BBZ-Standorts Eckernförde und damit auch stellvertretender Leiter des BBZ Rendsburg-Eckernförde. Der 43-jährige Riesebyer folgt auf Bernt Wellhausen, der im August an das Berufsbildungszentrum Schleswig, Standort Kappeln, gewechselt ist.

Dass er Talent für die Arbeit mit jungen Erwachsenen hat, hat Torge Indinger schon früh gespürt. So hat er als junger Mann Ferienfreizeiten der Awo als Betreuer begleitet und sich als Trainer in der Leichtathletik engagiert. In der 12. Klasse stand für ihn fest, dass er Berufsschullehrer werden wollte. „Ich selbst hatte gute Lehrer, die das Richtige aus mir herausgeholt haben und mir gezeigt haben, was ich machen muss“, sagt der Vater eines einjährigen Sohnes.

Nach der Mittleren Reife an der Gudewerdtschule und dem Abitur am BBZ Rendsburg folgte ein einjähriges Praktikum bei den Eckernförder Stadtwerken, bevor Indinger an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel studierte und Handelslehrer wurde. Sein Referendariat führte ihn erneut an das BBZ Rendsburg, wo er nach dessen Abschluss auch unterrichtete. Neben der Lehrertätigkeit studierte er Schulmanagement/Qualitätsentwicklung.

Qualität ist auch das Stichwort für Indingers Tätigkeit. Verbunden mit der Qualität der Bildungsangebote am Standort Eckernförde in der Fischerkoppel ist eine Ausweitung derselben. So soll seit zwei Jahren wieder eine Klasse am Beruflichen Gymnasium Fachrichtung Technik eingerichtet werden. „Wir haben ein neues Konzept erstellt“, erklärt Indinger. Denn Arbeitsplätze im Bereich Technik gebe es angesichts des Fachkräftemangels genug.

Ganz neu im Bildungskanon des Standorts ist die rein schulische Ausbildung von Sozialpädagogischen Assistenten. „Wer möchte, kann bei ein wenig zusätzlichem Unterricht die Fachhochschulreife erwerben“, so Indinger. Mit diesem Angebot können in der Fischerkoppel Ausbildungen als Assistenten im kaufmännischen, technischen und in Zukunft auch im sozialen Bereich angestrebt werden. Rund 850 Schüler besuchen das Berufsbildungszentrum in Eckernförde. Einschließlich der Angestellten ist Torge Indinger auch für 60 Kollegen verantwortlich. Als Schulleiter legt der 43-Jährige, der seit 13 Jahren Vorsitzender des Vereins „Wasserfreunde Eckernförde“ ist und in seiner Freizeit gern joggt und Fahrrad fährt, den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Ausbildung jedes einzelnen Schülers. „Mein Ziel ist es, für jeden Schüler ein Angebot vorzuhalten, sich weiterzuentwickeln – unabhängig von seinem bisherigen Bildungsweg, ob ohne Schulabschluss oder mit Abitur.“

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