Fussball-Kreispokal : Torflut beim ESV – Kartenflut in Schinkel

Eckernfördes Nicolas Lietz (li.) ist mal wieder seinem Friedrichsholmer Gegenspieler entwischt. Lietz erzielte beim 18:0-Kantersieg drei Treffer für den ESV.
Eckernfördes Nicolas Lietz (li.) ist mal wieder seinem Friedrichsholmer Gegenspieler entwischt. Lietz erzielte beim 18:0-Kantersieg drei Treffer für den ESV.

Eckernförder erzielen gegen den FSV Friedrichsholm 18 Tore, allein Victor Buchholz trifft sechs Mal. Der Kreisliga-Topfavorit aus Schinkel ist dagegen bereits ausgeschieden. Bargstedt siegte beim FC mit 2:1.

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24. Juli 2014, 06:00 Uhr

Während es in Eckernförde beim 18:0-Kantersieg des ESV über den FSV Friedrichsholm – immerhin in der Kreisklasse A ansässig – Tore im Fünf-Minuten-Takt gab, bekam der Schiedsrichter Christopher Otte bei der zweiten Pokalpartie am Dienstagabend wohl einen lahmen Arm. Er musste insgesamt 16 Mal in seine Tasche greifen um an die Spieler aus Schinkel und Bargstedt Gelbe- und zwei Gelb-Rote Karten zu verteilen. In diesem Duell zweier ambitionierter Kreisligisten setzte sich am Ende der Gast aus Bargstedt mit 2:1 durch.

Eckernförder SV –
FSV Friedrichsholm     18:0 (6:0)

Der Titelverteidiger hat sich höchst eindrucksvoll in die neue Runde eingefügt. Nachdem die Mannschaft von Trainer Stefan Mackeprang die Gäste in den ersten 45 Minuten mürbe gespielt hatte – und auch bis zur Pause schon eine 6:0-Führung herausgeschossen hatte – fielen nach dem Seitenwechsel noch einmal doppelt so viele Tore gegen völlig überforderte Gäste, denen vor der Pause nicht ein einziger Schuss auf das von Sven Steingräber gehütete Tor gelang. Die ständig rochierenden Victor Buchholz, der die Mannschaft als Kapitän vorbildlich führte – bis auf das zaghafte „Einer für alle, alle für einen“, im Kreis vor dem Anpfiff, bei dem ihm die Stimme abhanden kam und er es deshalb wiederholen musste – und Nicolas Lietz, der an fast allen Toren des ersten Abschnitts mitwirkte, waren die herausragenden Spieler. Jenrik Christensen stellte ebenfalls seine Torgefährlichkeit unter Beweis, übersah mitunter allerdings auch den besser postierten Mitspieler. Friedrichsholms Marco Thiedemann blickte bereits nach dem 0:3 flehentlich zur Bank: „Leute, wie lange noch. Ich bin total am Ende!“ Er sollte in der Folge noch 15(!) weitere Gegentore miterleben.

Bereits zur Pause war die Partie so deutlich zu Gunsten des ESV entschieden, dass Trainer Stefan Mackeprang alle seine drei Wechseloptionen in der Halbzeit nutzte. Und auch die eingewechselten Spieler durften sich gegen einen komplett unterlegenen Gegner noch fleißig in die Torschützenliste eintragen. Eduard Moor reichten von seiner Einwechslung nach der Pause 15 Minuten, um drei Treffer zu erzielen. „Ich kann mit dem FSV mitfühlen, denn so ähnlich erging es uns ja im Spiel gegen St. Pauli. Ich denke einfach, sie hatten einen schlechten Tag, und wir haben es gut gemacht und zu keinem Zeitpunkt einen Gang rausgenommen“, sagt Mackeprang.

Tore: 1:0 Jannik Ewert (8.), 2:0 Buchholz (12.), 3:0, 4:0 Christensen (27., 35.), 5:0 Lietz (36.), 6:0 Buchholz (41.), 7:0 Moor (47.), 8:0 Lietz (49.), 9:0 Moor (53.), 10:0, 11:0 Buchholz (55., 58.), 12:0 Moor (60.), 13:0 Kranz (70.), 14:0 Buchholz (73.), 15:0 Matthiesen (79.), 16:0 Kranz (82.), 17:0 Buchholz (85.), 18:0 Lietz (89.).

1. FC Schinkel – TuS Bargstedt         1:2 (0:1)

Auch wenn Schiedsrichter Christopher Otte insgesamt 16 Karten verteilte, so sagt Schinkels Trainer Lars Dubau trotzdem: „Es war kein unfaires oder überhartes Spiel. Auch der Schiedsrichter war nicht schlecht. Er hat halt seine Linie konsequent durchgezogen.“ Und das bedeutete viele Karten für taktische Fouls im Mittelfeld. Das Spiel gestaltete sich komplett anders, als es das Ergebnis vermuten lässt. Nicht die siegreichen Gäste aus Bargstedt bestimmten die Partie oder hatten die besseren Torchancen, sondern der 1. FC Schinkel. „Wir haben acht Großchancen vergeben, wo es fast schon schwerer war kein Tor zu machen. Daran müssen wir jetzt dringend arbeiten“, spricht Dubau die mangelhafte Chancenverwertung an. Die Bargstedter waren dagegen extrem effizient: Ein Fernschuss in den Winkel und ein Kopfballtreffer nach einem Standard reichten, um den Kreisligafavoriten aus dem Pokal zu kegeln.


Tore: 0:1 Jan Streubichen (9.), 1:1 Rafael Bock (48.), 1:2 Streubichen (66.).

Gelb-Rote Karten: Schrum (47., wdh. Foul), Milbradt (75., Reklamieren, FC).

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