DUATHLON : Top-Premiere bei rauen Bedingungen

120 Teilnehmer gingen bei der ersten Auflage des Isarnhoe-Duathlons in Gettorf an den Start. Nach einer Runde im Stadion ging es auf die erste Laufstrecke.
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120 Teilnehmer gingen bei der ersten Auflage des Isarnhoe-Duathlons in Gettorf an den Start. Nach einer Runde im Stadion ging es auf die erste Laufstrecke.

Beim 1. Isarnhoe-Duathlon in Gettorf waren 120 Aktive am Start. Birger Jörgensen vom USC Kiel sauste im Jedermann-Lauf der Konkurrenz auf der Radstrecke davon.

shz.de von
21. Mai 2015, 06:00 Uhr

Gettorf | Mit dem erstmals ausgetragenen Isarnhoe-Duathlon in Gettorf schickt sich eine neue Veranstaltung an, sehr rasch die Lust und die Sympathien der Ausdauersportler zu gewinnen. Knapp 120 Aktive waren im Dänischen Wohld bei der Premiere des Mehrkampfs aus Laufen, Radfahren und nochmals Laufen aktiv dabei.

Ein paar Regengüsse und viel Wind im Gesicht konnten den Ausdauersportlern nicht die Freude an diesem neuen Frühlingsspaß nehmen. Was auf die Veranstalter vom Triathlonverein Dänischer Wohld nach dem 1. Isarnhoe-Duathlon einprasselte, waren vor allem Lob und Anerkennung für einen auf Anhieb gelungenen Wettkampf in einer Triathlondisziplin, die im Norden zuletzt fast von der Bildfläche verschwunden war. „Man hat nie gemerkt, dass das das erste Mal war. Es wirkte sehr souverän organisiert“, lobt nicht nur der Sieger Birger Jörgensen.

Das Tri-DW-Organisatorenteam um Dieter Michalscheck und Kai Möller freute sich, dass die Premiere reibungslos ablief und sowohl bekannte Gesichter der Triathlonszene als auch einige Debütanten zum Duathlon nach Gettorf gekommen waren. „Wir waren schon aufgeregt vor der Veranstaltung, aber für eine Pilotveranstaltung lief das jetzt richtig gut“, fasst Kai Möller die Einschätzung der Ausrichter zusammen, die sich erleichtert zeigten, dass bei dem wechselhaften Wetter zumindest die jungen Starter in den Nachwuchswettbewerben von den ganz heftigen Regengüssen verschont blieben.

Für sportliche Klasse beim 1. Isarnhoe-Duathlons sorgten starke Sieger und deren Verfolger. Im Hauptwettkampf, bei dem zunächst drei Kilometer zu laufen, dann 15 km auf dem Rad zu fahren und dann ein zweites Mal die 3-km-Laufstrecke zu absolvieren waren, gewann mit Diana Mull vom TSV Quellenhaupt Bornhöved eine Athletin, die schon mehrfach bei Deutschen Duathlon-Meisterschaften Medaillen erringen konnte und zu den echten Cracks dieser Disziplin gehört. Die 48-Jährige setzte sich in 1:01,50 Stunde knapp vor Lokalmatadorin Simone Kohls vom Gettorfer TV durch, die sich mit einer starken Laufleistung in 1:02,19 Stunde auf  den  zweiten  Platz  vor
Bähr (USC

Kiel; 1:02,51) kämpfte.

Bei den Männern dominierte Birger Jörgensen vom USC Kiel die Premiere auf den Straßen im Dänischen Wohld. Der 32-Jährige musste auf der ersten Laufstrecke noch den laufstarken Eckernförder Philipp Grotrian etwas davon ziehen lassen, drehte dann auf der Radstrecke aber richtig auf. Im Kampf gegen den Gegenwind trat Jörgensen sofort mit aller Kraft in die Pedale und übernahm schon auf dem ersten Radkilometer die Führung, die er fortan nicht mehr abgab. „Die Radstrecke war hart. Es war gefühlt immer Gegenwind“, befand nach dem Rennen selbst der wettererprobte Athlet aus der Landeshauptstadt, der wie seine Mitstreiter auf der Radstrecke auch noch einen heftigen Hagelschauer mit Sturmböen über sich ergehen lassen musste. In seinem Tempodrang ließ sich Jörgensen dennoch nicht bremsen und erarbeitete sich im Rennradsattel bis zum zweiten Wechsel einen Vorsprung von 90 Sekunden. Dieses Polster konnte er beim abschließenden Lauf sogar noch ausbauen und wurde schließlich nach 50:10 Minuten als ungefährdeter Sieger auf dem Sportplatz am Sander Weg begrüßt.

Die keinesfalls langsamen Verfolger Jan Stelzner (TriSport Lübeck; 52:09 Min.) und Luis Almeida (Tri-Team Neumünster; 53:01 Min.) folgten mit klarem Abstand. Als schnellster Nachwuchsathlet erkämpfte Beek Hadler vom Eckernförder MTV in 54:13 Minuten Platz sechs im Gesamtklassement und führte damit die starke EMTV-Riege an, aus der sich mit Marc Radeleff (54:52 Min.), Jan-Peter Brückner (54:56 Min.) und Philipp Grotrian (55:19 Min.) noch drei weitere Duathleten auf den Rängen acht bis zehn dicht zusammen in den Top-Ten-Rängen platzieren konnten.

Mit Katharina Hinz vom Osdorfer SV (Jugend B) und Junias Groth vom TV Dänischer Wohld (Schüler A) konnten sich im Jugend-Rennen (2 km, 10 km, 1 km) zwei Talente aus der direkten Umgebung als Altersklassensieger in Szene setzen. Auch bei den kurzen Wettkämpfen der allerjüngsten Duathleten zeigten einige vielsprechende Talente aus der Region schon mit viel Tempo ihre Klasse.

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