Bad-Eröffnung : Top-Adresse für die ganze Region

Damps Bürgermeister Horst Böttcher (3.v.r.), die Kurbetriebegeschäftsführer Rene Kinza (5.v.r.) und Ulrich Erichsen (7.v.r.) sowie ostsee resort damp GmbH Geschäftsführer Ralf Germer (6.v.r.)  empfingen mit Mitgliedern des Winkingervereins Opinn Skjold die Gäste zur Eröffnung des Entdeckerbades.
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Damps Bürgermeister Horst Böttcher (3.v.r.), die Kurbetriebegeschäftsführer Rene Kinza (5.v.r.) und Ulrich Erichsen (7.v.r.) sowie ostsee resort damp GmbH Geschäftsführer Ralf Germer (6.v.r.) empfingen mit Mitgliedern des Winkingervereins Opinn Skjold die Gäste zur Eröffnung des Entdeckerbades.

150 geladene Gäste eröffnen das neue Entdeckerbad in Damp. Nach knapp 19-monatiger Bauzeit einschließlich Abriss des alten Aqua Tropicana Bads steht das 15 Millionen Euro Projekt fast vor der Vollendung. Zu einem kostenloser Badetag wird am 20. auf den 21. Juni von 18 bis 18 Uhr eingeladen.

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16. Juni 2014, 06:00 Uhr

Damp | Der Sprung ins kühle Nass mit Blick auf die Ostsee war am Sonnabend bei der festlichen Einweihung des neuen Entdeckerbades im Ostseebad Damp noch nicht möglich – dennoch strahlten die Bauherren von der Gemeinde Damp, die Kurbetriebe Damp, die künftigen Betreiber der ostsee resort damp GmbH, die Architekten der Arbeitsgemeinschaft Rimpf und Fritz-Planung sowie rund 150 geladene Gäste übers ganze Gesicht. Nach dem Abriss des alten Aqua Tropicana, rund 19 Monaten Bauzeit und rund 15 Millionen Euro Investition, ist das neue Entdeckerbad jetzt gemeinsam mit Tourismus-Staatssekretär Ralph Müller-Beck der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Am 20. und 21. Juni wird ein kostenloses Baden angeboten, und am 5. Juli startet der reguläre Betrieb.

 

Von einem „zukunftsweisenden Kraftakt“, Mut und großem Engagement sprach Müller-Beck bei der feierlichen Schlüsselübergabe. Er beglückwünschte die Gemeinde Damp mit Bürgermeister Horst Böttcher, die Kurbetriebe mit den Geschäftsführern Rene Kinza und Ulrich Erichsen sowie den künftigen Betreiber mit Geschäftsführer Ralf Germer, dass man den kombinierten Weg – Tourismus und Gesundheit – so konsequent weiter gegangen sei. Das Land hatte das Projekt mit fast acht Millionen Euro im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft und Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur gefördert. Genau solche Projekte mit Ganzjahresangeboten brauche es, um Schleswig-Holstein touristisch weiter zu entwickeln. Das neue Bad strahle in die ganze Region aus und sei in seiner Thematisierung Nordeuropas einmalig. Die Investition fördere genau das Ziel des Landes, bis 2025 die Zahl der Übernachtungen von jetzt rund 24,5 Millionen auf 30 Millionen zu erhöhen. Zugleich hoffe man, so den Umsatz durch Tourismus bis 2025 um 30 Prozent zu steigern und Schleswig-Holstein unter die Top drei der beliebtesten Urlaubsländer in Deutschland zu führen, so Müller-Beck.

Kreispräsident Lutz Clefsen gratulierte zum neuen Bad und zum Festhalten an der Verknüpfung von Tourismus und Gesundheit. Er sprach von einem „Highlight für die ganze Region“. Zugleich bot er dem Land an, dass der Kreis sich sehr gerne an der Entwicklung des Tourismus beteiligen wolle. Der Eckernförder Architekt Stefan Rimpf lobte in seinem Grußwort für die Arge Rimpf und Fritz Planung die sehr gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Besonders lobte er den Einsatz von Böttcher, Kinza und Erichsen und Architekt Jörg Stern von Fritz Planung, der das Mammutvorhaben als Projektbetreuer intensiv begleitetet hatte. Rund 50 Firmen waren am Bau beteiligt, in Spitzenzeiten waren 180 Handwerker pro Tag auf der Baustelle. „Danke an alle“, so Rimpf.

Ralf Germer sprach von einem Bad mit „einzigartigem Konzept“. Es greife mit den Wikingern und der nordischen Natur und Kultur als Vorbild für die Innengestaltung die Besonderheit der Region auf. Kinder und Besucher würden in drei besondern Wissens- und Kino-Cubes und im Wikinger-Saunadorf viel über die Ostsee und die Geschichte des Landes erfahren.

Bevor die Gäste feierlich das rote Band zerschnitten, dankte Bürgermeister Böttcher den vielen Beteiligten an dem Großvorhaben, besonders aber Kinza und Erichsen sowie den Damper Gemeindevertretern für ihren Einsatz und ihr Vertrauen. Von dem Bad werde der Standort Damp und die ganze Region touristisch profitieren, ist Böttcher sicher.

Kaum dass das Band zerschnitten war, strömten die Gäste durch das Gebäude. Atemberaubend schön war dabei der Blick über das Hauptbecken der insgesamt 500 Quadratmeter Wasserflächen zur Ostsee. Sitzgelegenheiten auf beheizten nachmodellierten Schären, ein Kleinkindspielparadies mit U-Boot, eine 97-Meter lange Reifenrutsche und eine breite Kurzrutsche wurden bestaunt. Andrea und Ole Dörscher aus Eckernförde hatten als EZ-Leser Freikarten für die Eröffnung des Bades gewonnen. Sie begrüßten das völlig neue Konzept mit Wikingern und waren begeistert vom Blick aus dem 120 Quadratmeter großen Außenbecken mit Ostseeblick. Drei Saunen in Wikingerhäusern untergebracht, dazu ein Tauchfass, eine Eisgrotte zum Abkühlen und viele kleine Details, stellten Böttcher und Germer den Gästen vor. Unter ihnen auch Kappelns Bürgermeister Heike Traulsen, Schleswigs zweite stellvertretende Bürgervorsteherin Dorothee Tams, Katja Lauritzen, Geschäftsführerin OHT, Max Triphaus, Geschäftsführer der OFS und Johanne Gaipl, Leiterin der GLC-Touistinfo Schönhagen. „Wir sind glücklich“, sagte Germer, dass es sich gelohnt habe, intensiv nach natürlichen Baustoffen für die nordischen Themen zu suchen. Mit dem Künstler Reiner Götsche fanden sie einen Fachmann, der die Natur-Dioramen, Wale und Figuren gestaltete. Zugleich ist er Mitglied im Winkingerverein Opinn Skjold aus Schleswig, der mit acht Kämpfern in Originalkleidung die Eröffnung begleitete.

Standpunkt:

Ein Magnet für die ganze Region

Tourismus ist in Schwansen neben der Landwirtschaft das wirtschaftliche Standbein. Super-Strände, nette Menschen, hübsche Orte  und viel Natur alleine aber reichen auf Dauer nicht aus. Es bedarf passender Begleitmusik. Sei es das weite Feld der Gesundheit und  Wellness oder aber attraktive Angebote, die eben auch dann Urlauber begeistern, wenn mal nicht die Sonne scheint oder ein eisiger und feuchter Herbst- und Wintersturm übers Land peitscht.  Genau da knüpft das neue Entdeckerbad an. Ein wetterunabhängiges und saisonverlängerndes Angebot, das von vielen Touristikern in Schwansen schon vermisst wurde, seit das Aqua Tropicana Mitte 2012 aus der Nutzung ging.

Dass jetzt an seiner Stelle  ein neues und modernes Bad entstanden ist, das so gar nicht ins Bild der bekannten Spaßbäder passt,  ist dem Mut und dem Glauben an eine Vision  Weniger zu verdanken. Die Idee für ein neues Bad  war noch zu Zeiten der Damp-Holding  geboren und angestoßen worden. Während des Übernahmewechsels  der Damp Holding unter das Dach von Helios  und  nach der Finanzkrise  gab es sicher so manche Krisensitzung, in der die künftige Ausgestaltung des Standortes Damp   zur Debatte stand. Der Glaube an ein zukunftsfähiges Konzept und  Partner, die   bereit waren, mit Tourismus etwas Neues anzufangen,  gaben wohl den Ausschlag.  Am Ende erkannten alle Partner, dass eine Fortsetzung der bereits vor 40 Jahren begründeten Angebotskombination aus Gesundheit und Tourismus eben landesweit einzigartig ist.  Das erkannte auch die Landesregierung  und förderte das Vorhaben mit fast acht Millionen Euro.   Sorgen, dass das neue Bad auf Sand gebaut ist, stimmen vermutlich nur insofern, als dass der Damper Sandstrand   nicht weit entfernt ist. Mit dem Bad ist ein  Angebot geschaffen worden, das als Magnet für die ganze Region  wirkt. 

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