FUSSBALL-KREISPOKAL : Titelverteidigung mit viel Glück und Jevenstedter Hilfe

Die Fußballer des Eckernförder SV krönten eine starke Rückserie mit dem Pokalsieg und der damit erfolgreichen Titelverteidigung.
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Die Fußballer des Eckernförder SV krönten eine starke Rückserie mit dem Pokalsieg und der damit erfolgreichen Titelverteidigung.

Im Finale des Fußball-Kreispokals setzte sich der ESV erst nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 5:3 gegen Kreisligist TuS Jevenstedt durch. Lesen Sie hier alles zum Spiel.

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02. Juni 2014, 06:00 Uhr

„Vielleicht war es das schlechteste Spiel, seitdem ich hier Trainer bin.“ ESV-Coach Stefan Mackeprang war sich da nicht ganz so sicher, aber am Ende durfte er trotzdem jubeln. Die Verbandsligafußballer des Eckernförder SV verteidigten ihren Kreispokaltitel in einem denkwürdigem Endspiel gegen Kreisligist und Gastgeber TuS Jevenstedt.

Es war ein Pokalfight, der wirklich alles zu bieten hatte, allerdings auch einen tragischen Zwischenfall mit der Verletzung von Frank Mettig (siehe Bericht unten). Der TuS Jevenstedt und der Eckernförder SV lieferten sich ein packendes Finale inklusive mehrere Wendungen und einer Entscheidung im Elfmeterschießen. Schließlich konnte sich der ESV nach dem 6:3 (0:1, 2:2, 3:3)-Sieg über die Titelverteidigung freuen.

Es war allerdings ein schmeichelhafter Triumph, denn der Kreisliga-Vertreter war über weite Strecken der Partie überlegen. Jevenstedts Trainer Michael Rohwedder freut sich zumindest darüber, „dass wir den Gegner phasenweise an die Wand gespielt haben.“

Es begann schlecht für die Gastgeber. Nach zehn Minuten war es einer der gefürchteten Eckernförder Freistöße, die für den ersten Treffer sorgten. Timo Ruge köpfte, bedrängt von Henning Ströh, ins eigene Netz. Das aber war es mit der Herrlichkeit des ESV. Fortan merkten die Jevenstedter, dass sie es an diesem Tage nicht mit einem übermächtigen Gegner zu tun hatten, legten ihren Respekt ab und dominierten das Spiel. „Wir wollten zunächst einmal etwas abwarten. Ich war selbst etwas überrascht, dass Eckernförde so wenig nach vorne gemacht hat“, sagt Rohwedder. Hendrik Lassen hatte die Lufthoheit im Mittelfeld, Piet Gömpel und Thore Neben spielten ein ums andere Mal gefährliche Pässe in die Spitze. Alleine die zum Teil großen Torchancen blieben ungenutzt. Ob Sebastian Hehnke, Mirko Mrosek, Timo Klug, Neben, Gömpel oder Lassen. Allen blieb der Torerfolg zunächst versagt. Der ESV kam lediglich durch Garbit Temirgans Lattentreffer gefährlich vor das Jevenstedter Tor.

Nach der Pause blieb es beim Einbahnstraßenfußball. Allerdings konnten Mrosek und Hehnke mit wunderschönen Toren die Partie drehen. Und als auf Jevenstedter Seite schon alles auf Pokalsieg eingestellt war, war es das zweite Eigentor durch Neben, das die Verlängerung erzwang.

Nach der langen Verletzungspause hatte der TuS Probleme wieder Fahrt aufzunehmen. So brachte Eduard Moor den ESV in Unterzahl – das Auswechselkontingent war nach Mettigs Verletzung erschöpft – wieder in Front, ehe diesmal der TuS in Person von Bjarne Timm den späten Ausgleichstreffer erzielte (120.).

Das Elfmeterschießen verkam dann allerdings zu einem echten Langweiler im Vergleich zu den 120 Minuten zuvor. Während die Eckernförder mit Nicolas Lietz, Eduard Moor und Sönke Matthiesen drei sichere Schützen stellten, scheiterten Piet Gömpel, Bjarne Timm und Timo Ruge an Tim Steingräber.


SR: Simon (Fortuna Stampe).

Zuschauer: 500.

Tore: 0:1 Ruge (10., ET), 1:1 Mrosek (59.), 2:1 Hehnke (73.), 2:2 Neben (90. +1, ET), 2:3 Moor (101.), 3:3 Timm (120.).

Elfmeterschießen: 3:4 Lietz, Steingräber hält gegen Gömpel, 3:5 Moor, Steingräber hält gegen Timm, 3:6 Matthiesen, Steingräber hält gegen Ruge.

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