Tierpark Gettorf : Tierpark will Zooschule fördern

Ein Besuch bei seinen Lieblingstieren, den Zebras: der neue Fördervereinsvorsitzende Volker Strehlow (re.) und sein Stellvertreter Gerd Hofmann.
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Ein Besuch bei seinen Lieblingstieren, den Zebras: der neue Fördervereinsvorsitzende Volker Strehlow (re.) und sein Stellvertreter Gerd Hofmann.

Neujahrsempfang beim Förderverein des Gettorfer Tierparks / Vorsitzender Volker Strehlow will das zoopädagogische Angebot ausbauen

shz.de von
05. Januar 2015, 06:13 Uhr

Gettorf | Den Förderverein bekannter machen, den Tierpark in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen als außerschulischen Lernort etablieren und die Zusammenarbeit mit anderen Zoos in Schleswig-Holstein anstreben – diese Schwerpunkte hat sich der Förderverein „Freunde des Tierparks Gettorf“ in 2015 gesetzt. Über 30 Tierparkfreunde und Gäste waren gestern zum Neujahrsempfang gekommen, um bei Sekt und Orangensaft in der Tropenhalle des Tierparks auf das vergangene Jahr zurück- und in das gerade begonnene Jahr auszublicken.

Seit seiner Gründung vor 18 Jahren sieht der zurzeit gut 100 Mitgliedsfamilien zählende Verein es als seine Aufgabe, den Gettorfer Tierpark bei der möglichst artgerechten Haltung seines Tierbestandes zu unterstützen und das natur- und zoopädagogische Angebot zu fördern. „Ich möchte gar nicht so viele Worte machen“, sagt Volker Strehlow, der erst vor einem Monat den Vorsitz des Fördervereins übernommen hat. „Wir wollen uns austauschen und Gespräche stattfinden lassen.“ Einen kleinen Rückblick und Ausblick erlaubte er sich dennoch. Die traditionelle Radtour, der Besuch anderer Zoos in Schleswig-Holstein, der Seniorentag, die Frühlings- und Herbstmärkte seien gut gelaufen. Finanziell habe das Mühlenprojekt, in dem eine alte Mühle restauriert und funktionsfähig als Bestandteil des Wasserspielplatzes an den Tierpark übergeben wurde, zu Buche geschlagen. In diesem Jahr wolle man mehr Werbung machen, die Attraktivität des Fördervereins steigern, zusätzliche Mitglieder gewinnen, auch um mehr finanzielle Mittel für Projekte zur Verfügung zu haben.

Als ehemaligem Biologie-Lehrer ist es Volker Strehlow ein großes Anliegen, die örtlichen Schulen, die Parkschule und die Isarnwohld-Schule, an den naturkundlichen Ressourcen des Tierparks teilhaben zu lassen, die Zusammenarbeit zu intensivieren und den Tierpark als außerschulischen Lernort zu etablieren. „Ich sehe da großes Potential“, betonte er. Das i-Punkt-Natureum biete beste Möglichkeiten. In dem mit binokulare Lupen und Mikroskopen in Verbindung mit hochauflösender Bildschirmtechnik ausgestatten Schulungsraum kann er sich nachmittags gut regelmäßige Projekte vorstellen. Mit der Schulleiterin der Isarnwohld-Schule Marion Burkhart und Andreas Göttsch von der Awo Gettorf, die AGs am Schulzentrum anbietet, hat er gesprochen. Da gibt es bereits positive Signale. Sein Vorgänger Dr. Wolfgang Böckeler, der dem Vorstand als Beisitzer erhalten bleibt, warb zudem dafür, landesweit Kontakte zu anderen Zoos aufzunehmen. So wie in Gettorf 1968 Karl-Heinz Bumann, hätten auch in Lübeck, Grömitz, Sylt oder Eekholt tierliebende Menschen Tierparks mit heute vorzeigbarer Zoopädagogik gegründet. „Wir sollten in Schleswig-Holstein zusammenarbeiten“, sagte er. „Auch um Gruppen wie PETA, die Tierparks und Zoos nicht gut gesonnen sind, entgegentreten zu können. Das wird gut sein für die Zoo-Landschaft in Schleswig-Holstein.“

Bürgermeister Jürgen Baasch dankte dem Förderverein für sein Engagement und hob noch einmal die Bedeutung des Tierparks für Gettorf und den Tourismus rund um die Eckernförder Bucht hervor. Es müssten nicht immer unbedingt neue Projekte sein, meinte er, sondern vorhandene, wie das Blinden- und Sehbehinderten-Projekt, den Waldlehrpfad oder jetzt die Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen könnten weiter vertieft werden. „Die Gemeinde wird selbstverständlich, so weit es möglich ist, dabei unterstützen.“

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