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Amtsausschuss Hüttener Berge : Tierheim braucht mehr Geld – das Amt muss zahlen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Unterbringung von Fundtieren kostet das Amt Hüttener Berge in 2014 und 2015 deutlich mehr Geld

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 09:33 Uhr

Ausgesetzte oder streunende Tiere, die in den Gemeinden des Amts Hüttener Berge gefunden werden, nimmt das Tierheim in Schleswig auf. Für die Unterbringung der Fundtiere zahlt das Amt jährlich zwischen 5000 und 8000 Euro – abhängig von der Anzahl der abgegebenen Tiere. So ist es in einem Fundtierkostenpauschalvertrag vereinbart worden. Etwa 10 bis 15 Katzen und drei bis vier Hunde würden Jahr für Jahr aus dem Amtsbereich in das Schleswiger Tierheim gebracht werden. Doch in diesem und auch im nächsten Jahr muss das Amt deutlich mehr aufwenden. Hintergrund ist die finanzielle Notlage des Tierheims am Schleswiger Ratsteich. So soll für 2014 zusätzlich eine Sonderzahlung von 50 Cent pro Einwohner, also 7100 Euro bereitgestellt werden – zusätzlich zu den variierenden Kosten. Im Jahr 2015 sogar 14 200 Euro. „Die Unterbringung von Fundtieren ist eine kommunale Aufgabe“, betonte Amtsdirektor Andreas Betz, „genauso wie der Brandschutz.“ Herausziehen könne man sich da also nicht. Beschlossen hat der Amtsausschuss auf seiner Sitzung am Montagabend in Sehestedt einstimmig, für 2015 nach einer günstigeren Alternative für die Fundtierunterbringung zu suchen. Sollte dies nicht realisierbar sein, müsse der mit dem Verein abgeschlossene Vertrag angepasst und zusätzlich 14200 Euro im Haushalt bereit gestellt werden. Auf Nachfrage teilte Betz mit, dass sowohl das Tierheim in Rendsburg als auch das Tierheim Weidefeld in Kappeln keine freien Kapazitäten mehr habe. „Wir stehen aber in Kontakt mit einer anderen Einrichtung“, so Betz.

„Wir haben jahrelang keine kostendeckenden Erstattungen erhalten“, sagte Nicole Schmonsees, Schriftführerin des Tierheims, auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Das betreffe nicht nur das Amt Hüttener Berge, sondern auch die anderen Vertragspartner, wie die Ämter Stapelholm, Haddeby und Ahrensharde. Immer wieder habe man an die Reserven gehen müssen. Die jüngsten Investitionen seien durch zweckgebundene Spenden finanziert worden. Das neue Katzenhaus ist bereits vor längerer Zeit fertig gestellt worden, das Hundehaus erst vor Kurzem. „Aus einem Zwinger wurden Zimmer“, sagt Schmonsees. Auch hier halfen Stiftungen und Spenden, um die Modernisierung in drei Bauabschnitten zu verwirklichen. „Die Vermittlung der Tiere hat sich durch die Neubauten deutlich verbessert“, sagt sie. Die Tiere fühlten sich wohler und die Besucher bekämen einen viel besseren Eindruck von dem Heim.

Im vergangenen Jahr wurden 881 Tiere von den Mitarbeitern des Tierheims versorgt. 688 kehrten zu ihren Besitzern zurück oder konnten neu vermittelt werden. Am stärksten vertreten sind Katzen: 604 von ihnen durchliefen die Einrichtung, 146 Hunde waren zu Gast.

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