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Bauernhofkindergarten : Tiere, Matsch und Platz zum Toben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde Altenholz gibt eine Förderzusage für den Kindergarten Zwergenhof bis 2017. Eltern und Kinder sind von dem Konzept begeistert.

„Spätestens wenn die Kinder fragen, wo bei der Kuh die Butter rauskommt, hilft nur noch eins – Urlaub auf dem Bauernhof“, sagte der Journalist Friedrich Küppersbusch einmal. Eine Frage, die den Kindern, welche den Zwergenhof Thomsen in Altenholz besuchen, vermutlich ein müdes Grinsen abringt – sind sie doch täglich auf dem Bauernhof. Das Konzept dieses Naturkindergartens ist, so Betreiberin Silke Thomsen, einmalig in Schleswig Holstein.

Der Übergang vom landwirtschaftlichen Betrieb ihres Schwiegervaters zum Zwergenhof, einem wahren Paradies für Kinder, verlief fließend. „Vor sechs Jahren hatten wir den Zwergenhof ins Leben gerufen. Im ersten Jahr parallel zur Landwirtschaft, die mein Schwiegervater dann vor fünf Jahren einstellte“, so Thomsen. Vor drei Jahren wurde dann das Modellprojekt „Bauernhofkindergarten“ gestartet.

In den vergangenen Tagen hätten sie und ihre drei Mitarbeiterinnen, die Natur-Spielpädagoginnen Nina Erdt, Nicole Oetken und Martina Lange-Görns gefiebert, ob die Förderung durch die Gemeinde Altenholz fortgesetzt wird, sagte Silke Thomsen. Dann kam die Erleichterung: Die Gemeinde gab eine Zusage der Förderung bis 2017. Zukünftig wird es also nach bewährtem Konzept weitergehen: Morgens wird gemeinsam im Freien gefrühstückt, auch das Mittagessen wird meist draußen eingenommen, man kümmert sich um die Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde und Kaninchen, mal gibt es ein Lagerfeuer, mal wird Trecker gefahren und es wird gebuddelt und im Matsch gespielt. Viele Eltern schicken ihre Kinder gerade deswegen hier her. „Früher war es normal, draußen im Matsch zu spielen. Heutzutage ist das vielfach gar nicht mehr möglich, da fast alles zugepflastert ist“, so Silke Thomsen. Und statt Gymnastik zu machen, wird auf dem Zwergenhof geritten. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern fördert die Motorik und die Beweglichkeit der Kinder, ohne dass diese das Gefühl haben, sich mit den anderen messen zu müssen.

Und genau diese Aktivitäten waren es, welche die Kinder und deren Eltern amTag der offenen Tür auf dem Zwergenhof erleben konnten. Dem fünfjährigen Bjarne aus Altenholz war das allerdings schon alles bekannt. Ein Kaninchen zum Streicheln angelte er sich mit beherztem Griff aus der Menge und auch beim Klettern auf einen alten Baum zeigte er zusammen mit dem ebenfalls fünfjährigen Lasse reichlich Übung. Kein Wunder: Ist er doch ein „Kind der ersten Stunde“, wie seine Mutter Anke Vollbehr sagte. Warum sie gerade diesen Kindergarten ausgewählt hat? „Bjarne ist ein absolutes Draußenkind, mag Tiere und liebt es zu buddeln und zu matschen. Da war dieser Kindergarten genau das Richtige für ihn“. Sabrina und Christoph Bodmann aus Altenholz waren mit Tochter Leni (4) gekommen, die demnächst in den Bauernhofkindergarten gehen wird und sich schon einmal im Striegeln der Ponys probierte. „Sie freut sich schon wahnsinnig auf den Wechsel. Bislang ging sie in Kiel in eine evangelische Kita. Jetzt, nach dem Umzug nach Altenholz, wird sie demnächst hierher kommen. Hier soll sie mit der Natur und den Tieren in Verbindung kommen und lernen, Verantwortung zu übernehmen“, so die Eltern. Und wenn Brüderchen Jante (1) soweit ist, soll auch er zum Zwergenhof kommen.



Infos unter www.zwergenhof-thomsen.de


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