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Eckernförder Zeitung

25. September 2017 | 19:14 Uhr

THW wuchtet Vitrine in Alte Fischräucherei

vom

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Eckernförde | Wenn die Straßen für große Kranwagen zu schmal sind und sogar Fachunternehmen mit einer Aufgabe technisch überfordert sind, dann gibt es immer noch das Technische Hilfswerk (THW). Die Museumsräucherei in Eckernförde profitierte jetzt von der Ausrüstung und dem Improvisationsvermögen der THW-Helfer.

Der Förderverein der Museumsräucherei in der Altstadt stand vor einem Problem: Eine rund 150 Kilogramm schwere Vitrine sollte vom Erdgeschoss in den ersten Stock verlagert werden. Mit herkömmlicher Technik konnte diese Aufgabe nicht bewältigt werden. Da kam das THW gerade recht und der Ortsbeauftragte Christian Köhn fuhr mit der ersten und zweiten Bergungsgruppe in die Gudewerdtstraße. Nachdem der blaue Lkw ohne anzuecken geparkt war, begannen die Helfer ihre Geräte, Leitern, Bretter und Holzbohlen vom Wagen zu holen. Der Plan: Die gut gegen mögliche Kratzer und sonstige Beschädigungen verpackte Vitrine sollte auf einem Unterbau über Leitern gleitend mit einem Greifzug in das Obergeschoß gehievt werden. Eine mit einer Doppeltür ausgestattete Luke war zwar knapp bemessen aber gerade noch groß genug, um das antike Möbelstück durchzulassen. Der Greifzug wurde an einen vorhandenen Querbalken angeschlagen, das Zugseil befestigt und durch Leinen von unten durch Helferhände geführt.

Zentimeter um Zentimeter stieg die Vitrine unter den prüfenden Blicken des Gruppenführers Andreas Dördelmann in die Höhe. Auf Höhe des oberen Geschosses angekommen wurde es vorsichtig auf den gefliesten Fußboden gezogen. Die während der gesamten Aktion offensichtliche Anspannung in den Gesichtern der Beteiligten wich einem Lächeln.

Das THW übernimmt solche Herausforderungen gerne an. Voraussetzung dafür ist, dass sie der Allgemeinheit dienen, keinem gewerblichen Unternehmen schaden und einen hohen Übungs- und Ausbildungscharakter haben. Bei dieser Aktion waren alle diese Kriterien erfüllt und die Museumsräucherei ist um ein Exponat reicher.

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