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2. Handball-Bundesliga : THW setzt auf eigenes Jugendkonzept

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel und dem Noch-Zweitligisten TSV Altenholz im Jugendbereich ist nun auch offiziell für beendet erklärt worden.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Das Ende der Kooperation im Jugendbereich zwischen dem Noch-Handball-Zweitligisten TSV Altenholz und dem Deutschen Rekordmeister THW Kiel wird nun auch von Seiten des THW Kiel offiziell bestätigt. „Eine der Grundlagen der Kooperation war die Zweitliga-Zugehörigkeit des TSV Altenholz. Sie ermöglichte es den Spielern aus dem THW-Nachwuchsbereich, entsprechend ihres Potenzials, in einer höheren Spielklasse Erfahrungen zu sammeln und sich weiter zu entwickeln“, sagt THW-Aufsichtsratsmitglied Frank Dahmke. „So konnten wir gemeinsam gewährleisten, dass es im Nachwuchsbereich eine durchgängige Förderung von der C-Jugend bis zur Bundesliga-Mannschaft gibt.“ Durch den Verzicht des TSV Altenholz auf die Beantragung der Zweitliga-Lizenz habe sich eine neue Situation ergeben, begründet Dahmke.

Altenholz’ Manager Peter Linke hatte dem THW vorgeworfen, weder ihn noch Trainer Klaus-Dieter Petersen in die Pläne einbezogen zu haben. Zudem sollen Jugendspieler mit Spielrecht für beide Vereine unter Druck gesetzt worden sein, sich für Kiel zu entscheiden (EZ berichtete). Dahmke sieht die „Wölfe“ und Kiels zweite Mannschaft in der kommenden Saison als direkte Konkurrenten. „Im kommenden Jahr spielen sowohl der TSV Altenholz als auch unsere U23-Mannschaft in der 3. Liga. Aus Kooperationspartnern werden dadurch wieder direkte, sportliche Kontrahenten. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die von unserer Seite mit viel Leben gefüllte Kooperation auszusetzen.“ In Zukunft wolle der THW Nachwuchsspieler selbst fördern. Optimierte Trainingspläne mit enger Anbindung an die Bundesliga-Mannschaft sollen zukünftig dafür sorgen, dass weitere „Jung-Zebras“ ihren Weg in die erste Mannschaft finden. Zu den Vorwürfen, ambitionierte Nachwuchsspieler wie Fynn Ranke unter Druck zu setzen, nahm der THW keine Stellung.

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