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Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 02:29 Uhr

Rückblick : THW im Dauereinsatz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Zahl der Einsatzstunden der THW-Ortsgruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Sie lag damit 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Eckernförde | Technische Grenzen bei Feuerwehr, Polizei oder anderen Hilfsorganisation sind meist der Anlass, wenn das Technische Hilfswerk (THW) ins Spiel kommt. So blickt auch die Ortsgruppe Eckernförde auf eines der ereignisreichsten Jahre seit Bestehen im Jahr 1952 zurück, haben doch die rund 56 Aktiven der 125 ehrenamtliche Mitglieder umfassenden Ortsgruppe 33 Einsätze geleistet. „Mit unseren Helferstunden haben wir den bundesweiten Stundendurchschnitt pro Person von 246,25 Stunden um 30 Stunden überboten", berichtete Ortsbeauftragter Michael Marszalek in seinem Rückblick bei der Jahresversammlung am Freitag. Insgesamt wurden 19 100 Dienststunden geleistet, davon entfielen 7470 Stunden auf Einsätze (2012 = 3110 Stunden).

Einige Einsätze bezogen sich dabei auf die besonderen Fähigkeiten der Eckernförder Ortsgruppe, die mit ihrem speziellen „Side-Scan-Sonar“ zur Personensuche auf der Weser herangezogen wurde. Bedeutsam war der Großeinsatz von 30 Helfern beim Elbe-Hochwasser in Lauenburg und Dömitz, dort waren die Kräfte vom 10. Juni bis Monatsende dauerhaft im Einsatz. Helfer aus Eckernförde koordinierten während dieser Zeit auch beim Führungsstab im THW-Landesverband die Logistik des Einsatzes. Einsturzgefahr eines Güllebehälters nach Brand, Umsturzprävention von brennenden Bäumen, Bergung eines abgestürzten Ultra-Leichtflugzeuges, Kenterung eines Holzfrachters mit anschließender Personenbergung und die Bergung von Tierkadavern in Groß Nordsee waren unter anderem die Pflichtpunkte.

Dagegen stehen Veranstaltungen wie der Eckernförder Stadtlauf, Lauf ins Leben, EON-Hanse-Cup und andere, die mit Kran und Beleuchtungstechnik unterstützt wurden. Gemeinsame Übungen mit den Feuerwehren und Rettungsdiensten rundeten das Programm ab, hier seien die Katastrophenschutzübung in Osterrönfeld und Gewässerschutzübung an der Schlei mit Gefahrgut genannt. Einsatz erforderte auch Orkan „Christian“, neben Eckernförde haben die Helfer dabei auch tatkräftig die Berufsfeuerwehr Flensburg unterstützt.

Urkunden und Ehrungen gab es aus der Hand von Olaf Nentwig, Referatsleiter Einsatz im Landesverband. So erhielten die 18 Elb-Hochwasserbeteiligten die Ehrennadel „Fluthelfer 2013“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die in Schleswig Holstein Eingesetzten wurden aufgrund von Beschaffungsproblemen vertröstet. Das Helferzeichen in Gold ging an Wolfgang Jahnel und Björn Marten, beide zeichneten sich durch besonderen Einsatz in ihren speziellen Fachbereichen aus. Besonders freute sich Nentwig, dass er das Ehrenzeichen in Bronze an Marc Feuersenger überreichen durfte. Die Ordens-Auszeichnung wird jährlich an höchstens 180 THW-Angehörige verliehen. Seit 1992 beim THW, zeichnet sich Feuersenger als Helfersprecher, Gruppenleiter 2. Bergungstrupp, Kranführer, Beauftragter für Ladungssicherung, Auslandseinsätze und überdurchschnittliches Engagement aus. Geehrt wurde Feuersenger auch für 20-jährige Zugehörigkeit, ebenso wie Roman Schüler.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 06:13 Uhr

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