Hilfe gegen die Flut : THW an den Flut-Brennpunkten

Voller Tatendrang fuhren die THW-Kameraden zum Einsatz gegen die Flut.
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Voller Tatendrang fuhren die THW-Kameraden zum Einsatz gegen die Flut.

Eckernförder Ortsverband mit 17 Mann im Katastrophengebiet.

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11. Juni 2013, 06:45 Uhr

Eckernförde | Großeinsatz für das Technische Hilfswerk (THW) Eckernförde. 17 Mann sind in der Nacht von Sonntag zu Montag an ihren Einsatzorten an der Elbe angekommen. Der Ladekran mit Gruppenführer Andreas Aschendorf und Kranführer Yannik Merchel übernahm 16 Paletten mit leeren Sandsäcken von der Bundeswehr in Ladelund um sie nach Magdeburg zu transportieren. Gleichzeitig wurde das Mehrzweckarbeitsboot "Faster 650" nach Magdeburg verlagert. 14 weitere Helfer aus Fach- und Bergungsgruppen unter Truppführer Frank Schubert wurden am Sonntag gegen 21.45 Uhr nach Kiel gebracht. Im Ortsverband Kiel wurden im Bus des Landesverbandes die THW-Kräfte aus Kiel, Eckernförde und Flensburg vom Eckernförder THW-Mitarbeiter Michael Marszalek nach Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern gefahren.

Im Gebiet um Dönitz hatte sich am Sonntagabend die Hochwassersituation so sehr verschlimmert, dass sofort weitere Helfer angefordert werden mussten. Der gesamte Ortsverband Eckernförde inklusive der Reservehelfer steht seit der vergangenen Woche in Alarmbereitschaft, um bei der Flutkatastrophe Hilfe zu leisten. Am vergangenen Wochenende waren rund 6000 THW-Helferinnen und Helfer im Einsatz. Nachdem sich die Lage im Bereich der Elbe dramatisch verschlimmert hat, werden nun weitere THW-Kräfte aus allen Bundesländern alarmiert und in Bereitstellungsräumen zusammengezogen. Weitere Helfer vom Ortsverband Eckernförde stehen zur Verfügung und warten auf ihre Einsatzaufträge.

In Lauenburg leistet der hauptamtliche THW-Mitarbeiter Thomas Krimm aus Eckernförde seinen Dienst. Zehn Pumpen mit einer Leistung von jeweils 5000 Litern pro Minute waren gestern im Einsatz. 72 THW-Helfer aus dem Norden sind dort mit der Befüllung von Sandsäcken in einem Industriegebiet und dem Transport an die Elbe beschäftigt. Der Pegel steigt beständig, lag gestern bei 9,30 Meter und soll ab Mittwoch seinen höchsten Stand erreichen. Die 600 Bewohner haben die Unterstadt verlassen. Noch, so Krimm, halten die Deiche. Wichtig sei es, das Schwemmgut vom Baum bis zur Tiefkühltruhe mit Booten von den Deichen fernzuhalten. Krimm rechnet noch mit einer Einsatzzeit von sieben bis zehn Tagen und spricht von einer "gigantische Solidarität" in der Bevölkerung.

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